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Emil Gemeinder (1895-1979)

Ein jugendbewegtes Leben

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Emil Gemeinder, Jahrgang 1895, war als Mitglied der Sozialistischen Jugend Kriegsgegner, fand dann bei der württembergischen Gebirgstruppe zum (Feld-)Wandervogel und avancierte 1922 zum Gauobmann Schwaben des Kronacher Bunds der alten Wandervögel. Der Kaufmann war Sprecher der Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft der Jugendbünde und verantwortete als ehrenamtlicher Schriftleiter von 1925 bis 1931 im Stuttgarter Neuen Tagblatt die Beilage „Deutsche Jugend". Zu seinen Dichter- und Künstlerfreunden zählte der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf. In den 1930er-Jahren organisierte er in der Landgemeinde Donzdorf als NSDAP-Kulturhauptstellenleiter Ausstellungen, Konzerte und Theaterabende, bis seine Handlungsspielräume begrenzt wurden. 1944 noch Tagebuchschreiber bei dem seit Gebirglerzeiten bekannten Erwin Rommel, gehörte er nach 1945 zu dessen eifrigsten Verehrern. Vor Ort engagierte er sich fast zwei Jahrzehnte im Gemeinderat sowie in Vereinen; mit seinen kultur- und heimatgeschichtlichen Aktivitäten galt der Autodidakt im regionalen Umfeld als Experte. Obwohl er sich nicht mehr an Nachfolgeorganisationen der Jugendbewegung beteiligte, berief er sich stets auf die Meißner-Formel vom Handeln nach eigener Entscheidung und Verantwortung in innerer Wahrhaftigkeit; auch hielt er an antimodernistischer Zivilisationskritik fest.

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Emil Gemeinder (1895-1979), Roland Müller

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Jaar van publicatie
Bindwijze
(Hardcover),
Staat van het boek
Zeer goed
Prijs
€ 18,39

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Titel
Emil Gemeinder (1895-1979)
Ondertitel
Ein jugendbewegtes Leben
Taal
Duits
Formaat
Hardcover
ISBN10
3955055779
ISBN13
9783955055776
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Tags
Aantekening
Emil Gemeinder, Jahrgang 1895, war als Mitglied der Sozialistischen Jugend Kriegsgegner, fand dann bei der württembergischen Gebirgstruppe zum (Feld-)Wandervogel und avancierte 1922 zum Gauobmann Schwaben des Kronacher Bunds der alten Wandervögel. Der Kaufmann war Sprecher der Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft der Jugendbünde und verantwortete als ehrenamtlicher Schriftleiter von 1925 bis 1931 im Stuttgarter Neuen Tagblatt die Beilage „Deutsche Jugend". Zu seinen Dichter- und Künstlerfreunden zählte der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf. In den 1930er-Jahren organisierte er in der Landgemeinde Donzdorf als NSDAP-Kulturhauptstellenleiter Ausstellungen, Konzerte und Theaterabende, bis seine Handlungsspielräume begrenzt wurden. 1944 noch Tagebuchschreiber bei dem seit Gebirglerzeiten bekannten Erwin Rommel, gehörte er nach 1945 zu dessen eifrigsten Verehrern. Vor Ort engagierte er sich fast zwei Jahrzehnte im Gemeinderat sowie in Vereinen; mit seinen kultur- und heimatgeschichtlichen Aktivitäten galt der Autodidakt im regionalen Umfeld als Experte. Obwohl er sich nicht mehr an Nachfolgeorganisationen der Jugendbewegung beteiligte, berief er sich stets auf die Meißner-Formel vom Handeln nach eigener Entscheidung und Verantwortung in innerer Wahrhaftigkeit; auch hielt er an antimodernistischer Zivilisationskritik fest.