Lange hat die vom Christentum geprägte Kultur den Menschen als »Krone der Schöpfung« betrachtet und aus der eigenen Überlegenheit ein fast uneingeschränktes Nutzungsrecht an Tieren abgeleitet. Die Bibel spricht allerdings von den Tieren als »Mitgeschöpfen« – was folgt daraus für Heute? Sind Unterdrückung und Befreiung der Tiere mit anderen Formen von Unterdrückung und Befreiung vergleichbar? Bernd Kappes geht den Fragen nach einem verantworteten Umgang mit Tieren nach und bringt biblisch-theologische, philosophische, naturwissenschaftliche, ethische und politische Perspektiven miteinander ins Gespräch und gut verständlich auf den Punkt. Für alle, die die Barbarei industrieller Tiernutzung nicht länger unterstützen und der Frage auch aus christlicher Perspektive nachgehen wollen. Mit einem Beitrag von Jane Goodall.
Bernd Kappes Boeken



Pfarrers Kinder Müllers Vieh
Eine familiengeschichtliche Spurensuche
Im Familienarchiv, das seine Mutter in zwei Schuhkartons aufbewahrt, hat Bernd Kappes einige bemerkenswerte Dokumente gefunden: Ein Tagebuch aus dem Jahr 1776, das einer seiner Vorfahren als hessischer Söldner im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg geschrieben hat. Die Kriegsbriefe seines Urgroßvaters aus dem Ersten Weltkrieg, mit denen der Pfarrer die Soldaten seiner Gemeinde zum „heiligen Kampf für das liebe Vaterland“ aufrief. Der detaillierte Bericht seiner Großmutter nach den Novemberpogromen 1938 in seiner Heimatstadt. Begleitet von Gesprächen mit seiner 89-jährigen Mutter setzt sich Bernd Kappes in 14 Portraits wertschätzend und kritisch zugleich mit der Geschichte seiner Familie auseinander. Ob er von seinen „Ahnen mit der Postkutsche“ oder von den Aufzeichnungen eines Offiziers in einem deutschen Kolonialkrieg erzählt: Die ausgewählten Lebensgeschichten lassen anschaulich werden, wie die Familiengeschichte des Autors mit bedeutenden Stationen der Lokal- und Regionalgeschichte, aber auch der National- und Globalgeschichte verbunden ist. Das Buch macht deutlich, wie spannend und berührend ein verantwortungsvoller Umgang mit der Vergangenheit sein kann – gerade auch im Kontext der eigenen Familiengeschichte.
Nachhaltige Entwicklung braucht Global Governance
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Überwindung von Hunger und Armut, Eindämmung des Klimawandels, Schutz und Verwirklichung der Menschenrechte: Die Weltgemeinschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen, die nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelöst werden können. Globale Probleme brauchen globale Antworten. Doch die politische Gestaltung der Globalisierung steckt noch in den Kinderschuhen. Internationale Kooperationsblockaden behindern zukunftsfähige Lösungen. Die Politik ist dem nationalen Interesse oft mehr verpflichtet als dem globalen Gemeinwohl. Wie ist unter diesen Vorzeichen Global Governance möglich, um die drängenden weltweiten Probleme im gemeinsamen Interesse zu bearbeiten? Globale politische Steuerung – wie kann das gehen? Die Autorinnen und Autoren machen deutlich, dass internationale Kooperation nicht zwangsläufig Souveränitätsverzicht bedeuten muss. Sie zeigen, wie globale Partnerschaft allen Beteiligten neue Handlungsspielräume für eine nachhaltige Entwicklung weltweit eröffnen kann.