Bookbot

Jörg Müller

    Paulus sprach zu den Korinthern: Im Winter wärmt das Haar am Hintern
    Ein Christ ...
    Auf der Gasse und hinter dem Ofen: Eine Stadt im Spätmittelalter
    Don Camillo, Jesus und der kleine Pedro
    Silas
    Hij geneest al uw kwalen
    • Silas ist ein Draufgänger und ziemlich mutig. Wäre er das nicht, würde er dem skrupellosen Zirkusdirekter Philipp immer noch als Zielscheibe beim Messerwerfen dienen. Weil es aber überall besser ist als in einem armseligen Wanderzirkus, haut Silas kurzerhand ab. Wie er eine waghalsige Wette gewinnt und einem Pferdehändler sein bestes Pferd abluchst und schließlich mit seinem neuen Freund Bein-Godik zu neuen Abenteuern aufbricht, muss man einfach gelesen haben. Eine herbe, bildgewaltige Sprache zeichnet diese Geschichte aus, die in ihrer Zeitlosigkeit immer etwas Besonderes bleiben wird.

      Silas
      3,7
    • Mit dem Zerfall der römischen Ordnung verloren die urbanen Zentren an Bedeutung und Macht. Im frühen Mittelalter lebte man von regional genutzten landwirtschaftlichen Räumen. In diesem europäischen «Amerika» des Mittelalters mussten neue Lebensräume erschlossen und die zentrale Rolle der Stadtwirtschaft neu definiert werden. Die Zahl der Städte im deutschen Reich stieg vom Hoch- zum Spätmittelalter von weniger als 200 auf 4.000. Diese Städte reichten von kleinen, strukturierten Ackerbürgerstädten bis hin zu Großstädten mit ausgeprägtem Exportgewerbe. Das spezialisierte Handwerk prägte das städtische Leben, während der Markt als Drehscheibe des Unternehmergeistes diente. Die Stadtmauer, als größtes gemeinschaftliches Bauwerk, symbolisierte die Wehrfähigkeit und den politischen Willen der Bürgerschaft. Die meisten gewachsenen Städte wurden im 12./13. Jahrhundert befestigt, was den Schutzbedürfnissen in einer unsicheren Umgebung geschuldet war. Gründungsstädte erhielten sofort Befestigungen, blieben jedoch oft nur ummauerte Kirchdörfer. Im Gegensatz dazu waren überregionale Städte mit Mauerringen und Türmen wahre Kunstwerke. Archäologische Funde erweitern unser Bild von der mittelalterlichen Stadt, deren Struktur und Funktionen vielfältig waren. Das Handwerk blühte, und die Lebensqualität stieg sprunghaft an. In den Städten gab es eine durchmischte Wohnweise, die zum sozialen Gleichgewicht beitrug. Trotz der Rolle des Geldes blie

      Auf der Gasse und hinter dem Ofen: Eine Stadt im Spätmittelalter