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Erprobung des Wirklichen

Eine Untersuchung zum philosophischen und kulturellen Erfahrungsbegriff

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Philosophisches Denken war seit seinen Anfängen stets Erfahrungsanalyse, die mit Kant ins Zentrum der Erkenntnistheorie rückte. Aber es stellt sich die Frage, ob in Bezug auf kulturelle Lebensbereiche wie Kunst, Religion und Ethik sowie auch hinsichtlich äußersten existentiellen Erlebens wie Leid, Trauma und Verzweiflung nicht angemessener von Selbsterprobungen des originären Lebens gesprochen werden muss. Denn es gilt sowohl einer Abgründigkeit der Existenz als Exzess wie einer Steigerung des Lebens gerecht zu werden, welche jede Anschaulichkeit überschreiten, um die Erprobung eines „Unmöglichen“ zu beinhalten, das keinem Begriff oder Diskurs mehr zugänglich ist. Mit anderen Worten handelt es sich in solcher Erprobung um jene rein phänomenologische Materialität, welche als die originäre Verknüpfung von Leib/Leben bezeichnet werden kann, der wir als pathischer Grundgegebenheit in der reinen Lebensempfängnis diesseits von Zeit- wie Sinnvermittlung ohne jede Distanz überantwortet sind. Damit erweist sich die originäre Passibilität solch inkarnatorischer Materialität als die konkret transzendentale Bedingung jeglicher Weise von Kulturalität, welche in solch subjektiver wie ko-pathischer Praxis in allen Vollzügen unseres Tuns als unhintergehbares Sich-Erproben am Werk ist.

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Erprobung des Wirklichen, Rolf Kuhn

Taal
Jaar van publicatie
2026
Bindwijze
(Paperback)
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Titel
Erprobung des Wirklichen
Ondertitel
Eine Untersuchung zum philosophischen und kulturellen Erfahrungsbegriff
Taal
Duits
Auteurs
Rolf Kuhn
Jaar van publicatie
2026
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
220
ISBN13
9783943897975
Reeks
Aantekening
Philosophisches Denken war seit seinen Anfängen stets Erfahrungsanalyse, die mit Kant ins Zentrum der Erkenntnistheorie rückte. Aber es stellt sich die Frage, ob in Bezug auf kulturelle Lebensbereiche wie Kunst, Religion und Ethik sowie auch hinsichtlich äußersten existentiellen Erlebens wie Leid, Trauma und Verzweiflung nicht angemessener von Selbsterprobungen des originären Lebens gesprochen werden muss. Denn es gilt sowohl einer Abgründigkeit der Existenz als Exzess wie einer Steigerung des Lebens gerecht zu werden, welche jede Anschaulichkeit überschreiten, um die Erprobung eines „Unmöglichen“ zu beinhalten, das keinem Begriff oder Diskurs mehr zugänglich ist. Mit anderen Worten handelt es sich in solcher Erprobung um jene rein phänomenologische Materialität, welche als die originäre Verknüpfung von Leib/Leben bezeichnet werden kann, der wir als pathischer Grundgegebenheit in der reinen Lebensempfängnis diesseits von Zeit- wie Sinnvermittlung ohne jede Distanz überantwortet sind. Damit erweist sich die originäre Passibilität solch inkarnatorischer Materialität als die konkret transzendentale Bedingung jeglicher Weise von Kulturalität, welche in solch subjektiver wie ko-pathischer Praxis in allen Vollzügen unseres Tuns als unhintergehbares Sich-Erproben am Werk ist.