»Ich denke, dass es das Hauptinteresse der Philosophie unserer Zeit sein sollte, unsere Beziehung zur Welt neu zu bedenken. Dem bisherigen, zweitausendjährigen Verhältnis des Menschen zufolge sah er sich eine Realität gegenüberstehen, die er sich durch geistige und körperliche Inbesitznahme untertan zu machen hatte. Nicht zuletzt die Erkenntnis, dass sich die Natur nicht beherrschen lässt, sondern extrem zurückzuschlagen droht, sowie die Erfahrung von weltweiten Kriegen und sich ausbreitender Ausbeutung des Menschen durch den Menschen führen zu der Einsicht, dass unsere Beziehung zum uns Anderen zu überdenken ist. Ich frage nicht, was die Philosophie ist, sondern wie Philosophieren geschieht – erstaunend, kritisch, spekulativ, bildhaft, endlich.« (Die Autorin über ihr Buch)
Ute Guzzoni Volgorde van de boeken (chronologisch)






Dieses Buch verbindet Texte, denen es in jeweils sehr unterschiedlicher Weise um das Einuben in einen anderen Blick auf das menschliche Sein in der Welt, auf das Zusammengehoren mit dem bzw. das Hineingehoren in das Weltgeschehen geht. Sie fuhren von der impliziten und expliziten Subjekt-Kritik uber die Erfahrung von Anderssein und Vielfalt zu der Frage nach einem sich demgemass nahelegenden, nicht mehr allgemein-begrifflichen Denken. Ein solches Denken versucht Einsichten wachzurufen und plausibel zu machen, die wir als miteinander in der Welt Lebende immer schon haben.
Das, was wir umgangssprachlich in einem weiteren Sinne Wirklichkeit nennen, erscheint bei Heidegger wesentlich in zweifacher Gestalt, als Gegenstand von Wissenschaft und besonders Technik einerseits und als Verhältnis von Welt und Dingen, von Sprache und Stille andererseits. Sein Denken verfährt, wenn er in die eine Richtung der Wirklichkeit schaut, kritisch-negierend, in der anderen Richtung dagegen hörend und aufzeigend. Der erste Teil dieses Buches beschäftigt sich mit Heideggers Blick auf das Wesen von Wissenschaft und Technik, die er als Phänomene der Seinsverlassenheit und der Seinsvergessenheit versteht. In einem zweiten Teil geht es um die unterschiedlichen Weisen der Besinnung, die Heidegger dem rechnenden Vorstellen kontrastiert. Dabei kommt es vornehmlich darauf an zu zeigen, dass sein besinnliches Denken nicht allein einen vorbereitenden, seinsgeschichtlich bestimmten Charakter hat, sondern dass der „andere Heidegger" sich gerade auf das Gegenwärtige richtet, worin wir uns immer schon aufhalten. Der dritte, der Hauptteil zeichnet dieses andere Denken nach, indem es den Blickwinkel seines Verständnisses des Raumes (Raum, Ort und Gegend, Raum und Kunst, Raum und Sprache, Raum und Nichts) wählt, um Grundzüge der Besinnung auf Welt und Dinge vor Augen zu führen.
German
Wohnen und Wandern
- 107bladzijden
- 4 uur lezen
Weder sind die Menschen so sesshaft und ortsgebunden, wie sie oftmals selbst glauben, noch so mobil und nomadisch, wie es heute haufig behauptet wird. Die grossen langtradierten Gegensatze von Ruhe und Bewegung, Raum und Zeit, Bestandigkeit und Veranderung verlieren ihre eindeutige Evidenz, wenn aus dem sinnlich-konkreten Bereich des menschlichen Wohnens und Wanderns heraus gedacht wird. Ute Guzzoni betrachtet von unterschiedlichen Blickwinkeln aus das Haus der Welt, in dem wir keine bloss vernunftbegabten Lebewesen sind, sondern auf der Erde und unter dem Himmel wohnende und wandernde Teilnehmer und Teilgeber des Spiels zwischen dem Einen und dem Anderen, zwischen Leben und Tod, Hiersein und Dortsein, Verweilen und Weitergehen. Mal steht mehr das Wohnen, mal mehr das Wandern im Vordergrund; aber immer geht es darum, die sinnliche Qualitat des Hier und Jetzt, das uns zugleich Bleibende wie Gehende sein lasst, zu entfalten.
Fermenta Philosophica: Über Natur
Aufzeichnungen unterwegs : Zu einem anderen Naturverhältnis
- 352bladzijden
- 13 uur lezen
Aus dem Inhalt: B 1. Die Frage nach der Natur 2. Erste Natur und Zweite Natur S 2. A Das Verhältnis von Natur und Technik 2. B Physis und Techne bei Aristoteles 2. C Die Zweite Natur B 3. Die Innere Natur S 3. A Äußeres und Inneres. Das Treibende in uns 3. B Die Innere Natur in unserer Tradition B 4. Schluß S
Martin Heidegger weiterdenken
- 127bladzijden
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