Größenveränderungen des Fesseltrageapparats des Pferdes werden häufig zur Diagnose von Erkrankungen und zur Beurteilung des Heilungsverlaufes im Bereich des Ursprungs untersucht, da pathologische Veränderungen dort oft schwer von normalen Befunden zu unterscheiden sind. Der unterschiedliche Gehalt an Muskelfasern führt zu variabler Echogenität im Ultraschallbild. Gefäßanastomosen und überlagernde Sehnen und Bänder verursachen Artefakte im gesamten Fesseltrageapparat, mit Ausnahme der Fesselträgerschenkel. Die Studie untersuchte die Präzision von Messungen im Bereich des Ursprungs, Körpers und Schenkels des Fesselträgers sowie der Gleichbeinbänder an Vorder- und Hinterbeinen. Zudem wurden verschiedene sonographische Techniken zur Größenmessung evaluiert. 14 gesunde Pferde (Traber, Araber-Mix, Warmblut, Quarter Horse) im Alter von 5 bis 28 Jahren wurden sonographisch an allen vier Gliedmaßen untersucht. Mittels longitudinaler und transversaler Ultraschallbilder wurden Tiefe, Breite, Umfang und Fläche an anatomisch definierten Stellen gemessen. Die inter- und intraobserver Variabilität wurde ermittelt. Zu den zuverlässigeren Messungen gehörten die Tiefe im Bereich des Fesselträgerursprungs und der Schenkel sowie der Umfang im Bereich der Schenkel und des geraden Gleichbeinbandes. Messungen im Bereich des Fesselträgerkörpers und der schrägen Gleichbeinbänder wiesen eine geringe Reliabilität auf, was bei klinischen Entscheidungen b
Johanna Maria Martina Zauscher Boeken
