
Meer over het boek
Musik wirkt in einem durch Personen geprägten, gesellschaftlich bedingten und situativ umgrenzten Handlungsraum. Dies gilt auch für die extremen Bedingungen in deutschen Konzentrationslagern. Die Bedeutung von Musik in diesem Kontext wurde bisher vor allem in Bezug auf die überlebenswichtigen Aspekte musikalischer Aktivitäten der KZ-Häftlinge untersucht, während das Musizieren auf Befehl der SS weniger beleuchtet wurde. Gabriele Knapp analysiert am Beispiel des Frauenorchesters in Auschwitz die Zwangsarbeit im musikalischen Bereich und die Vorteile, die die SS daraus zog. Durch detaillierte Analysen von Einsatzsituationen, wie der Verwendung von Marschmusik am Lagertor, wird verdeutlicht, wie Musik und Musizierende in den Vernichtungsapparat integriert waren. Das Orchester war ein fester Bestandteil des Alltags der SS und der Gefangenen. Die Autorin hebt hervor, dass befohlene Musik für die meisten Frauen eine zusätzliche Quelle von Qual, Demütigung und Täuschung darstellte und entmythologisiert die oft betonte positive Kraft der Musik. Sie stellt die musikalischen Lebensläufe der Frauen dar und zeigt, wie sie durch die NS-Verfolgung und KZ-Haft massive Einschnitte erlitten. Um zu überleben, mussten sie individuelle Bewältigungsstrategien entwickeln. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Musikerinnen auf grausame Weise Opfer waren. Knapp kritisiert die verharmlosende Darstellung im Buch von Fania Fénelon und betont die Notwendi
Een boek kopen
Das Frauenorchester in Auschwitz, Gabriele Knapp
- Taal
- Jaar van publicatie
- 1996
Betaalmethoden
Nog niemand heeft beoordeeld.