Karla Reimerts zweiter Gedichtband "Camp Zenith" thematisiert in einem poetischen Roadmovie gesellschaftliche Probleme seit den 1960er Jahren. Er untersucht Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Finanzkrisen und postdemokratische Strukturen. Trotz einer dunklen Grundstimmung bieten die Gedichte Raum für eine offene Annahme der Realität.
Wie oft findet sich der Leser als »umgedrehter Käfer« vor Kafkas heller und doch unergründlicher Prosa wieder! Karla Reimert nähert sich dem Prager Autor und seinen Artisten, Asketen und Angestellten und eröffnet einen erneuerten Blick, indem sie seine Romane, Erzählungen und biografischen Schriften anschaulich und humorvoll nacherzählt. Erweiterte Neuausgabe, u. a. mit einem Kapitel zu den neu aufgefundenen Zeichnungen Kafkas.
Was heißt eigentlich „kafkaesk“? Wie oft findet sich der Leser als „umgedrehter Käfer“ vor Franz Kafkas heller und doch unergründlicher Prosa wieder, nur hilflos ausgestattet mit dem Begriff des „Kafkaesken“? Karla Reimert nähert sich dem Prager Autor und seinen Artisten, Asketen und Angestellten auf beherzte Art und erzählt seine Romane, Erzählungen und biografischen Schriften ganz anschaulich, humorvoll und geistreich nach. »Der kurzweilige Band macht auch eingefleischten Kafka-Fans Lust auf eine erneute Lektüre.« Thüringische Landeszeitung
Franz Kafka war der magerste Mensch, den er kannte, und sein Leben war äußerlich karg. Dennoch waren seine Gedanken kühn und mutig. Der 1883 geborene Prager Versicherungsangestellte hat die Umbrüche seiner Zeit beschrieben, und seine Texte gelten als Meilensteine der Weltliteratur. Kafka wird als Ikone der literarischen Moderne angesehen, als Hungerkünstler mit Heiligenschein. Seine Werke stellen uns jedoch vor große Rätsel. Wie der Landvermesser K. blicken wir ehrfürchtig auf seine Sätze. Dieses Buch nimmt uns die Angst vor Kafka und zeigt auf witzige und gründliche Weise, wie wir seine Erzählungen, Romanversuche und Briefe lesen können. Es wird deutlich, wie aufschlussreich Kafkas Biografie für das Verständnis seiner Prosa ist. Durch eine umfassende Spurensuche erfahren wir von seinen komplizierten Liebesbeziehungen, seiner Rolle als Advokat und seiner Hypochondrie im Leben, während er im Tod furchtlos war. Sein magerer Körper war der Hort eines zeitlosen Schreibens. Kurt Tucholsky lobte seine klare und schöne Prosa, während Milena Jesenská Kafkas sanfte, aber tiefgründige Natur und die Grausamkeit seiner Bücher würdigte.