Der Bildhauer, Graphiker und Maler Wolf Hirtreiter wird 1922 im Bayerischen Wald geboren. Der Zweite Weltkrieg raubt ihm fünf Jahre seiner Jugendzeit. Nach autodidaktischen Anfängen geht er 1950 nach München und studiert Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste. 0Ab 1956 ist er als selbständiger Bildhauer teilweise für die komplette Innenausstattung von über 100 Kirchen alleine im Bistum Passau verantwortlich. Zu den bedeutendsten Neugestaltungen zählen die Abteikirchen der Klöster Schweiklberg und Neustift sowie die Pfarr- und Filialkirchen in Jandelsbrunn, Oberdiendorf bei Hauzenberg und Schweinhütt bei Regen. Mehrere Brunnen, darunter der Kräutlmarktbrunnen am Münchner Marienplatz sowie Plastiken und Skulpturen im öffentlichen Raum dokumentieren seine Fähigkeiten im Bereich Kunst am Bau. Als Mitglied der Künstlergemeinschaft Donau-Wald-Gruppe zeigt er von 1956 bis 1990 seine künstlerischen Plastiken und Skulpturen, Emailbilder, Holzschnitte und weitere Werke in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland. Nach der weitgehenden Beendigung seiner öffentlichen Auftragstätigkeit im Jahr 2000 entsteht ein anerkennenswertes Alterswerk, bestehend aus Aquarellmalereien, Pastell- und Bleistiftzeichnungen. Wolf Hirtreiter stirbt 2014 im Alter von 92 Jahren in seinem Haus in Gröbenzell
Andreas Roider Boeken


Frejas en da Lam. Der Markt Lam in historischen Ansichtskarten ab 1893
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Gegen Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich in Bayern die Bild-Postkarte als schnelle Form der Kommunikation. Ansichtskarten aus aufstrebenden Fremdenverkehrsorten fanden den Weg zu ihren Empfängern; diesen teilte man oftmals eine glückliche Ankunft sowie den weiteren Reiseweg mit. Von Lam, bereits damals ein beliebter Urlaubsort in der Oberpfalz, existieren hunderte verschiedene Ansichtskarten aus den Jahren 1890 bis in die heutige Zeit. Die Sammlung von Autor Andreas Roider umfasst mittlerweile fast 500 verschiedene Exemplare aus dem Ortsbereich Lam, die älteste von 1893; schon sein Vater Hans Roider hatte begonnen, die Sammlung aufzubauen. Bereits die Vorfahren des Autors gaben Ansichtskarten im Eigenverlag heraus, die über das bis heute existierende Geschäft in Lam vertrieben wurden – eine Tradition, die man vor einigen Jahren wieder aufgriff.