'Andrea Bowers hebt mit viel Geschick die jüngere Vergangenheit aus, sammelt zwingende Beweise unserer vernachläsigten Geschichte, gräbt ungenügend beachtete Vorfälle und hinterlassene Schätze aus. Ihre Arbeit, sagt sie, ›gründe auf der Angst des Vergessens‹. Bar jeder Nostalgie betrachtet Bowers die Vergangenheit und ihre Bedeutung mit einem gewissenhaften und intelligenten Blick. (.) In ihrem forwährenden Projekt, bestehend aus Zeichnungen, Videos und Skulpturen, nähert Bowers sich ihrem Subjekt, der Vergangenheit – jüngst die gewaltlosen Proteste der 1970er Jahre – mit der engagierten Aufmerksamkeit einer forensischen Archäologin.' (Susan Morgan)
Judith Reichart Boeken






João Onofre
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Die Publikation dokumentiert João Onofres jüngste Arbeiten. Die auschließlich aus Videos bestehende Serie thematisiert die Rolle des Bildes als Mittel der Repräsentation bestimmter Aktionen. Gemeinsam ist diesen Videos der starke Performance-Aspekt, der Charakteristika der Videokunst der frühen 60er Jahre aufgreift. João Onofre entwirft Versuchsanordnungen, Performance-Situationen für seine Darsteller, deren Verlauf von der Kamera aufgezeichnet wird und damit auch Länge und Umfang der Arbeiten bestimmen. 'Onofres Arbeit folgt einer konzeptuellen Tradition, in der die offensichtliche Selbstverständlichkeit dessen, was wir als Kunstwerk begreifen, untersucht und vom Kunstwerk selbst vereinnahmt wird. Aber dadurch, dass er in einem Raum operiert, der soziale Organisationsstrukturen, kulturelle Normen und künstlerische Technologien kombiniert, ermöglicht Onofre es dem reflexiven Kunstwerk, auf die vorbestimmten Systeme einzuwirken, die den Unterbau des sozialen und kulturellen Lebens liefern. Kritisch gesehen sind diese Systeme nicht frei von Fragen der Macht, von Hierarchien und Ungleichheiten. Die Situationen, die Onofre aufzeigt, werden zu Mikrokosmen dieser Spannungen, weil die Darsteller in eine selbstkritische Reflexion versetzt werden, die ein normales Ausfüllen ihrer konventionellen Rollen verhindert.' (JJ Charlesworth)
Black planet - Marc Bijl
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Tone Fink - solo.tone
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Der aus Schwarzenberg/Vorarlberg stammende Künstler Tone Fink ist eine der schillerndsten Figuren der österreichischen Kunst der Nachkriegszeit. Ingrid Bertel schreibt über ihn in ihrem Buchbeitrag: Tone Finks Bilderwelt bleibt in all ihrer Vielfältigkeit immer leicht und hell. "Du bist Arzt und Heiler und Verletzter in einem", beschreibt er den Umgang mit seinem Lieblingsmaterial. "Zuerst tut man dem Papier weh, und dann tut man's wieder beschönigen." [...] So entstehen Masken und Kleider für Prozessionen und Umzüge, Fahnen, Rollobjekte, Möbel, sogar ein ganzes Papierzimmer, vor allem aber Objekte für Performances. [...] Dennoch ist die Zeichnung, für die er sich schon als Student entschied, bis heute sein erstes und wichtigstes Medium geblieben. Die umfangreiche Werkmonografie, die aus Anlass seines 80. Geburtstag erscheint, präsentiert in über 300 farbigen Werkabbildungen, vielen Fotografien und Filmstils einen repräsentativen Querschnitt durch das gesamte Schaffen des Künstlers von 1965 bis heute. Der Aufbau ist in drei thematische Abschnitte gegliederten (Zeichnung, Objekt/Performance/Film, Malerei/Zeichnung/Originalbücher) die durch zwei Textblöcke getrennt sind. [Diese Publikation erscheint anlässlich der Ausstellungen zum 80. Geburtstag von Tone Fink: solo.tone , Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz, 16. Juli bis 1. September 2024, Palais Thurn & Taxis, Bregenz. Kuratiert von Judith Reichart; Mein Gott na?! 65 Jahre Kunstschaffen , 15. Juli bis 11. August 2024, Angelika-Kauffmann-Saal, Schwarzenberg. Kuratiert von Jaqueline Muxel und Marina Stiehle]