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Franz Josef Hinkelammert

    Kultur der Hoffnung
    Utopie - Mythos - Religion
    Die Radikalisierung der Christdemokraten
    Die Dialektik und der Humanismus der Praxis
    Gott wird Mensch und der Mensch macht die Moderne
    Götze Markt
    • Die Dialektik und der Humanismus der Praxis

      Mit Marx gegen den neoliberalen kollektiven Selbstmord

      Hinkelammert verdeutlicht die Entwicklung des historischen Materialismus und der menschlichen Gesellschaft im Marxschen Denken. Der Markt wird zum Ausgangspunkt des Wirtschaftens, während der Mensch als verachtetes und ausgebeutetes Wesen dargestellt wird. Befreiung zielt darauf ab, den Markt dem Leben der Menschen unterzuordnen, was eine Kritik der politischen Ökonomie erfordert. Marx zeigt, dass die Marktordnung als Wettbewerbsordnung zugleich eine Klassenkampfordnung ist. Der Klassenkampf von oben führt zu extremen Widersprüchen und einem Klassenkampf von unten. Diese Entwicklungen werden von Interpretationen begleitet, die oft den Anschein von Wissenschaftlichkeit erwecken und von den "Siegern" im Wettbewerb dominiert werden. Sie schaffen eine Ideologie, die Widerstand gegen die Tendenzen des Wettbewerbs und die Interessen der herrschenden Gruppen als illegitim erklärt. So entsteht eine Marktideologie, die auch als Marktreligion fungiert. Hinkelammert untersucht vor allem Friedrich August Hayek und dessen Traditionen, darunter Nietzsche, Weber und Popper. Er plädiert dafür, die gesamte Marxkritik neu zu diskutieren, aus einem Standpunkt, der den Dialog sucht und nicht einen wissenschaftlich geführten Bürgerkrieg. Dabei gilt es, alle Menschenrechte zu verteidigen, deren Verwirklichung eine Intervention in den Markt erfordert und die menschenwürdiges Leben ermöglicht, um gegenwärtige Tendenzen zum kollektiven Selbstmord zu ü

      Die Dialektik und der Humanismus der Praxis
    • Utopie - Mythos - Religion

      Von der Kritik der Moderne zum Humanismus der Praxis

      Leben und Werk des mittlerweile 92-jährigen Franz Hinkelammert widerspiegeln sowohl die Geschichte der Theologie der Befreiung als auch ihren gesellschaftspolitischen Ausgangspunkt und ihren wissenschaftlichen Status. Die Theologie der Befreiung ist von Beginn an durch den methodischen Dreischritt «sehen – urteilen – handeln» gekennzeichnet. Hinkelammert hat zu allen drei Dimensionen Wesentliches beigesteuert und daher die Entwicklung der Theologie der Befreiung von Medellín (1968) bis heute nachhaltig beeinflusst. «Sehen» heißt nicht nur, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, sondern diese zu analysieren. Es geht also auch in der Theologie nicht ohne Ökonomie und Soziologie. «Urteilen» bedeutet nicht nur, moralische Wertungen vorzunehmen, sondern eine radikale Kritik zu entfalten und deren Kriterien aus der Tradition der Bibel und der christlichen Lehre nachvollziehbar zu begründen. Und schließlich besagt «Handeln» nicht nur, dass man etwas tut, sondern dass eine dem Urteil adäquate gerade auch politische Praxis entfaltet und konsolidiert wird. Vor rund fünfzig Jahren hat Hinkelammert den Dialog zwischen Theologie und Ökonomie in Gang gebracht und bis heute aufrechterhalten. In diesem Dialog zwischen Gleichberechtigten, wo es keine wechselseitigen Unterordnungen geben darf, werden beide Wissenschaften gezwungen, ihre Grundbegriffe zu überdenken und die mit ihnen operierenden Aussagen systematisch neu zu ordnen. Kuno Füssel

      Utopie - Mythos - Religion
    • Kultur der Hoffnung

      Für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Naturzerstörung

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      • 8 uur lezen
      Kultur der Hoffnung