Bis 2045 soll der Wohngebäudesektor in Deutschland klimaneutral sein, doch die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen die Erreichung dieser Ziele infrage. Strategien für die Transformation von Wohngebäuden und kommunale Wärmeplanungen sind unerlässlich, um wirtschaftliche Lösungen für eine dekarbonisierte Wärmeversorgung zu entwickeln. Die Veröffentlichung bietet Planungshilfen für sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen.
Dietmar Walberg Boeken






Die Machbarkeitsstudie untersucht den Wohngebäudebestand in Hamburg und entwickelt Strategien für klimaneutrales Wohnen bis 2045. Sie beleuchtet technische, ökonomische und soziale Aspekte, um praxisorientierte Sanierungsszenarien zu erstellen. Kleinere Maßnahmen in Quartierslösungen erweisen sich als effektiver als Einzeloptimierungen.
Gutachten zum Thema Baukosten und Kostenfaktoren im Wohnungsbau in Schleswig-Holstein
Erhebung, Erfassung und Feststellung der Baukosten und Kostenfaktoren der letzten Jahre in Schleswig-Holstein und seinen Regionen
Kostengegenüberstellung: Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)
• mit expandiertem Polystyrol (EPS) Dämmstoff • mit Mineralwolle Dämmstoff bezogen auf das Typengebäude (MFH)
WDVS: Systeme im Vergleich Aufgrund der seit dem 01.01.2016 geltenden Ergänzungen zu bauaufsichtlichen Zulassungen für schwerentflammbare WDVS sind insbesondere bei den weitverbreiteten und kostengünstigen Systemen mit EPS Dämmstoff zusätzliche bauliche Maßnahmen zur Vermeidung einer Ausbreitung von Bränden erforderlich. Da diese Maßnahmen bei zugelassenen Systemen aus Mineralwolle nicht zusätzlich anfallen, verschiebt sich durch diese Bestimmungen die Kostendifferenz zwischen den unterschiedlichen Systemen. Auf Basis des Typengebäudes MFH wurden jeweils die Kosten eines WDVS aus EPS und Mineralwolle miteinander verglichen. Dabei wurden die seit 01.01.2016 zusätzlich erforderlichen Brandschutzmaßnahmen gesondert erfasst und bewertet.
Die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V. hat in einer Kurzstudie die Kostenanteile für Dämmarbeiten bei verschiedenen energetischen Standards in Typengebäuden analysiert. Diese Untersuchung erstreckt sich über 16 Jahre (1. Quartal 2000 bis 1. Quartal 2016) und beleuchtet die Preis- und Kostenentwicklungen in den Bereichen Dämmarbeiten (Material- und Arbeitskosten), Roh- und Ausbauarbeiten sowie Bau- und Modernisierungsleistungen. Als primäre Datenquellen dienten die Baukostenauswertungen und Preisdatenbanken der Arbeitsgemeinschaft, Ergebnisse aus bundesweiten Bauforschungen sowie Preisindizes für die Bauwirtschaft und Verbraucherpreisindizes des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Seit 1946 erfasst die Arbeitsgemeinschaft Baukosten und führt jährliche Auswertungen über die Bautätigkeit durch. Dabei werden Preis- und Kostendatenbanken auf Grundlage abgerechneter Baumaßnahmen erstellt, die sowohl regional als auch überregional archiviert werden. Die Baukosten werden für Ein- und Mehrfamilienhäuser separat erfasst, um sowohl im Fördercontrolling der Sozialen Wohnraumförderung als auch bei freifinanzierten Bauvorhaben eine umfassende Analyse zu ermöglichen. Zu den Auswertungen gehören auch Plausibilitätsprüfungen, Beratung zu Ausschreibungs- und Angebotsverfahren sowie die Bewertung der Angemessenheit von Baukosten.
Bestandsersatz 2.0 – Potenziale und Chancen
Studie zur aktuellen Bewertung des Wohngebäudebestands in Deutschland unter Berücksichtigung von Neubau, Sanierung und Bestandsersatz
Die Studie „Bestandsersatz 2.0 – Potentiale und Chancen“ erweitert das Thema Bestandsersatz und bietet im Auftrag von Verbänden der Baustoffindustrie, Wohnungswirtschaft und Gewerkschaften eine umfassende Analyse des Wohngebäudebestands in Deutschland. Der erste Teil untersucht den energetischen Zustand der Gebäude sowie deren Modernisierungszustand und Potenziale, einschließlich Aspekten wie Altengerechtigkeit. Diese Analysen ermöglichen die Berechnung und Bewertung von Modernisierungsraten und -effizienzen und definieren die Grundlagen für eine detaillierte Bewertung der Potentiale des Bestandsersatzes sowie der Grenznutzen von Modernisierungsoptionen. Ziel ist es, eine objektive Status-Feststellung zu liefern, die Politik und Fachöffentlichkeit eine interessenunabhängige Bewertung des Wohngebäudebestands ermöglicht und Chancen für Ersatzneubauten aufzeigt. Angesichts der aktuellen Entwicklungen auf den Wohnungsmärkten und der Herausforderungen durch den Zustrom von Wohnungssuchenden und Flüchtlingen ist es wichtig, eine objektive fachliche Grundlage zu schaffen. Die Studie basiert auf Auswertungen in enger Kooperation mit Verbänden und zahlreichen Hauseigentümern. Die Herausforderungen im deutschen Wohnungsbau sind erheblich und werden in Zukunft zunehmen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Potentiale und Chancen transparent darzustellen.
Kostentreiber für den Wohnungsbau
Untersuchung und Betrachtung der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Gestehungskosten und auf die aktuelle Kostenentwicklung von Wohnraum in Deutschland
Die Herstellung von Wohngebäuden – insbesondere der Gebäudehülle – bekommt im Zuge der Anforderungen nach Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eine immer bedeutendere Rolle. So ist stets auch die Entscheidung nach der jeweiligen Bauweise (Massiv oder Holz) sowohl bei Ein- als auch bei Mehrfamilienhäusern unter der Beachtung einer Vielzahl von Parametern abzuwägen. Nicht allein die Energieeffizienz oder die Nachhaltigkeit, sondern auch technische und wirtschaftliche Aspekte sind gegenüberzustellen und zu bewerten. Die vorliegende Studie soll die Massivbauweisen im Vergleich zu den Holzbauwesen in Bezug auf kostenseitige, bautechnische und nachhaltige Aspekte hin genauer untersuchen. Schwerpunkt der Studie sind die beispielhaften und vergleichenden Darstellungen der Baukosten für ein modellhaftes Ein- und Mehrfamilienhaus. Die Auswirkungen der Kosten und der jeweiligen konstruktiven Aufwendungen der Bauweisen werden hier miteinander verglichen. Hierzu wurden je ein Typengebäude „Einfamilienhaus“ und „Mehrfamilienhaus“ entwickelt und definiert. Diese Typengebäude wurden jeweils in ihren wesentlichen konstruktiven Bauweisen „Massiv oder Holz“ angepasst, so dass sie untereinander sachlich zu vergleichen sind. Dabei wurde jeweils eine „Grund- und Zusatzvariante“ entwickelt, die in der Studie noch näher beschrieben sind.
Optimierter Wohnungsbau
Untersuchung und Umsetzungsbetrachtung zum bautechnisch und kostenoptimierten Mietwohnungsbau in Deutschland
Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe in Deutschland, doch die Rahmenbedingungen für den Neubau, insbesondere im mittleren Preissegment, haben sich verschlechtert. Dennoch gibt es zahlreiche Beispiele, die zeigen, dass qualitativ angemessener und nachhaltig nutzbarer Wohnraum realisierbar ist. Diese Projekte verdeutlichen die technischen und funktionalen Voraussetzungen für einen kosteneffizienten Wohnungsbau. Eine typisierte Betrachtung der Bauvorhaben zeigt zudem, welche Auswirkungen Standardanhebungen sowie gesetzliche und kommunale Auflagen auf die Baukosten haben. Die Untersuchung widmet sich der systematischen Daten- und Baukostenanalyse von fertiggestellten Neubauvorhaben und schafft durch die Definition eines repräsentativen Wohngebäudetyps (Typengebäude MFH) eine einheitliche Bewertungsbasis. Die in einem Kostenkatalog dargestellten Benchmarks ermöglichen praxisnahe Kostenbetrachtungen und -vergleiche für verschiedene Wohnungsbauregionen in Deutschland. Ziel ist es, Transparenz und Vergleichbarkeit der Baukosten zu fördern, um das komplexe Thema besser zu verstehen. Die ermittelten Ergebnisse sollen als sachliche Grundlage für zukünftige Diskussionen, Ausarbeitungen und Entscheidungen dienen.
Hamburger Baukosten 2020
Fortschreibung des Basisgutachtens zum Thema Baukosten in Hamburg: Feststellung der momentanen Baukostensituation in Hamburg sowie Analyse der aktuellen Baupreis- und Baukostenentwicklung einschließlich einer entsprechenden Prognose bis 2020
Die Fortschreibung des Basisgutachtens zum Thema Baukosten in Hamburg untersucht die aktuelle Baukostensituation sowie die Entwicklung der Baupreise bis 2020. Angesichts der stark gestiegenen Preise im Wohnungsneubau, besonders in prosperierenden Städten wie Hamburg, wird die Realisierung von bezahlbarem Wohnraum zunehmend dringlicher. Steigende Grundstückspreise, Baukosten und Mieten führen dazu, dass viele Menschen keine kostengünstigen Wohnungen finden und einen größeren Teil ihres Einkommens für Wohnraum aufwenden müssen. Dies erfordert dringend Maßnahmen aus gesellschaftspolitischer und volkswirtschaftlicher Sicht, um ein soziales Gleichgewicht und eine positive Kaufkraftentwicklung zu fördern. Das Basisgutachten von Oktober 2017 legte erstmals umfassende Grundlagen zu den Baukosten in Hamburg dar und identifizierte kostenbeeinflussende Faktoren. Die Fortschreibung „Hamburger Baukosten 2020“ baut auf dieser Forschung auf und analysiert die neuesten Entwicklungen im Wohnungsneubau durch die Auswertung realisierter Bauvorhaben. Dabei werden die momentane Baukostensituation und eine Prognose der Baupreis- und Baukostenentwicklung bis 2020 sowie deren Auswirkungen auf die Herstellungskosten und die einzelnen Kostengruppen in Hamburg detailliert dargestellt.