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Julia Lennemann

    Ein öffentlicher Kopf
    • Ein öffentlicher Kopf

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      Als Präsident der Akademie der Künste war Liebermann mindestens ebenso sehr Kulturpolitiker wie Künstler. Seinen ersten Selbstporträts merkt man das Selbstbewusstsein eines Mannes an, der sich zur gesellschaftlichen Elite rechnet. Später tritt an die Stelle eines festen Blicks zweiflerische Melancholie - passend dazu zitiert die Ausstellung in der Liebermann-Villa, die den Maler aus der Eigen- und der Fremd-Perspektive zeigt, den Künstler mit dem Ausspruch, das Selbstporträt sei das schwierigste Genre, denn: "Es fehlt die Distanz." Dieses Problem hatten Liebermanns Zeitgenossen nicht - wie unterschiedlich sie den stets zwischen Impressionismus und Naturalismus schillernden Künstler sahen, beweisen die Liebermann-Porträts. Exhibition: Liebermann-Villa am Wannsee, Berlin (until 28.2.2011).

      Ein öffentlicher Kopf2010