Heft 22 wartet im Titelbeitrag mit den Ergebnissen der fundreichen Ausgrabungen in Döbeln auf, die den Bauarbeiten zu „Karls Erlebnis-Dorf“ vorausgingen. Dort legte man neben einer jungsteinzeitlichen Siedlung auch Befunde aus der frühen Bronzezeit und dem ersten Jahrtausend n. Chr. frei. Das Neolithikum, insbesondere die Bandkeramik, behandeln auch die anschließenden Beiträge etwa zu einem weiteren Fundort in Döbeln oder in Mertitz, wo Hausgrundrisse ausgegraben wurden. Weiterhin werden die beiden EU-Interreg-Projekte „Fragiles Erbe/Kruche dziedzictwo“ und „ArchaeoTin. Archäologie im Welterbe – Zinnbergbaulandschaften“ vorgestellt. Wie üblich informieren das smac sowie die AGiS jeweils im Jahresrückblick über ihre Veranstaltungen und auch die Forschungsgeschichte kommt nicht zu kurz. Dabei steht zum einen die historische Dünnschliffsammlung des Landesamts für Archäologie Sachsen im Blickpunkt, zum anderen Felsformationen in der Oberlausitz. Letztere stellen nicht, wie lange angenommen, prähistorische, sondern rein geologische Objekte dar. Ziel der diesjährigen archäologischen Wanderung ist der Tafelberg Lilienstein im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz.
Regina Smolnik Volgorde van de boeken (chronologisch)





Passend zu der im Jahr 2024 konzipierten Wanderausstellung „Höhenflüge. Luftbilder und Archäologie in Sachsen“ über die Flugprospektion archäologischer Fundstellen im Freistaat widmet sich das Heft 21 der Luftbildarchäologie im Titelthema. Nicht aus der Vogelperspektive, sondern bei Grabungen für eine unterirdische Stromtrasse sind im Vogtland mehrere Siedlungsbefunde und Verhüttungsreste der Vorrömischen Eisenzeit entdeckt worden, mit denen man in dieser Dichte nicht rechnen konnte. Der Beitrag zu Forschungsgeschichte erinnert an französische Kriegsgefangene, die sich während ihrer Internierung im Zweiten Weltkrieg bei Hoyerswerda mit der örtlichen Archäologie beschäftigten. In diesem Jahr wird als archäologische Wanderregion das Muldental um Kloster Buch und die bekannte bronzezeitliche Befestigung auf dem Staupenberg empfohlen. Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (smac) erinnert an sein zehnjähriges Bestehen und stellt die Aktivitäten zur „Kulturhauptstadt Europas 2025“ vor. In ihrem Jahresbericht hält die Archäologische Gesellschaft in Sachsen Rückschau auf ihre zahlreichen Aktivitäten während der vergangenen zwölf Monate.
Höhenflüge. Luftbilder und Archäologie in Sachsen
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Die Luftbildprospektion ist eine zentrale Methode der Archäologie in Sachsen, die seit 1991 zahlreiche Denkmäler und Fundorte dokumentiert hat. Ergänzt durch digitale Geländemodelle und Orthophotos werden über 90 Beispiele von Neolithikum bis Moderne präsentiert. QR-Codes verlinken zu 3D-Modellen auf archaeo | 3D.
Das Heft 19 hat eine gänzlich unerwartete Entdeckung auf einer Grabung im Zentrum von Chemnitz zum Hauptthema. In unmittelbarer Nähe zum smac wurde eine kellerartige Struktur ausgegraben, die als jüdisches Ritualbad, als Mikwe, angesprochen werden kann. Bei dem Befund, der in seinem derzeitigen Zustand im Boden verbleibt und konservatorisch gesichert ist, handelt es sich um die derzeit einzig archäologisch belegte Mikwe in Sachsen. Ein Befund aus Görlitz, wie in diesem Heft ebenfalls besprochen, wird fälschlich als solche bezeichnet. Ein kurzer Bericht zu den aktuellen archäologischen Untersuchungen im Dresdner Zwinger ergänzt die im vergangenen Jahr an dieser Stelle publizierten Erkenntnisse um neue Aspekte. Die archäologische Wanderung lädt diesmal zu einer Runde in Nordsachsen ein, wo in einem reizvollen Naturschutzgebiet bei Falkenberg interessante vorgeschichtliche, mittelalterliche und zeitgeschichtliche Strukturen aufgespürt werden können. Wie in jedem Jahr gibt es einen Rückblick auf die vielfältigen Tätigkeiten und Ausstellungen des smac sowie einen bebilderten Bericht zu den Aktivitäten der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen.
Silberrausch und Berggeschrey
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