Die Innenentwicklung stellt höhere Anforderungen an Projektmanagement und Partizipation als frühere Siedlungsentwicklungen auf der grünen Wiese. Die seit den 1990er-Jahren entwickelten Methoden zur Umnutzung von Industrie-, Bahn- und Militärbrachen sind nur ein Zwischenschritt. Zunehmend geht es um die Transformation und Verdichtung bestehender Wohn- und Mischgebiete mit vielen unterschiedlichen Stakeholdern, was die Komplexität und das Risiko des Scheiterns solcher Projekte erhöht. Oft wird jedes Verdichtungsprojekt als Einzelfall betrachtet, was maßgeschneiderte Projektdesigns erfordert. Die Autor*innen dieses Leitfadens identifizieren jedoch durch eine systematische Analyse von Fallbeispielen Muster in den Prozessen. Der Leitfaden beschreibt die konstituierenden Elemente von „Best Practice Innenentwicklungs-Prozessen“, um mit knappen Ressourcen mehr erfolgreiche Siedlungsverdichtungsprojekte zu realisieren und das prognostizierte Bevölkerungswachstum bis 2050 in bestehenden Bauzonen unterzubringen. Ein zentrales Element des Ansatzes ist der ko-evolutive Planungsprozess, der einen strukturierten und gleichberechtigten Dialog zwischen qualifizierten Planungsfachleuten und relevanten Stakeholdern fördert, von der Problemanalyse über die Lösungsfindung bis zur Strategiebildung.
Ulrike Sturm Volgorde van de boeken (chronologisch)

