Die Arbeit untersucht die Anwendung der Ramsey-Regel zur Bestimmung optimaler Preise in natürlichen Monopolen, basierend auf einem Aufsatz von Frank P. Ramsey aus 1927. Zunächst werden die wohlfahrtsökonomischen Eigenschaften dieser Preise in Bezug auf Marktversagen analysiert. Anschließend wird eine mikroökonomische Herleitung der Ramsey-Preise präsentiert, gefolgt von einem praktischen Beispiel aus San Francisco, wo 1977 Ramsey-Preise für Unternehmen im öffentlichen Verkehr berechnet wurden. Abschließend wird die wirtschaftspolitische Relevanz des Konzepts kritisch betrachtet.
Daniel Schultewolter Boeken



Reform des Gemeindefinanzsystems
Eine ökonomische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Grundsteuer und des kommunalen Finanzausgleichs
Das Gemeindefinanzsystem beruht auf der Gemeindefinanzreform von 1969. Seitdem haben sich die Anforderungen an die Kommunalfinanzierung verändert. Angesichts der Globalisierung sehen sich die Gemeinden zunehmend mobilen Bemessungsgrundlagen gegenüber, übernehmen mehr sozialpolitische Aufgaben und müssen ökologischen Erfordernissen gerecht werden. Daniel Schultewolter identifiziert Reformpotentiale für das Gemeindefinanzsystem, entwickelt Reformvorschläge und quantifiziert die zu erwartenden Wirkungen. Diese Untersuchung erweitert sowohl das theoretische Wissen über die Kommunalfinanzierung als auch die praktischen Reformoptionen.
Die Steuergesetzgebung ist ein zentrales Thema in der öffentlichen Berichterstattung, da sie direkt und indirekt in die Vermögensverhältnisse der Bevölkerung eingreift und kontinuierlichen Veränderungen unterliegt. Ökonomen sehen sich der Herausforderung gegenüber, dass Änderungen im Steuersystem oft Anpassungen an anderer Stelle erfordern. Steuern dienen nicht nur der Einnahme, sondern haben auch eine Lenkungswirkung, die das Verhalten der Bürger beeinflusst. Besonders bei speziellen Gütersteuern wie der Tabak- oder Energiesteuer stehen diese Effekte im Fokus der ökonomischen Analyse, während politisch oft nur das Einnahmenpotenzial betont wird. Die Theorie der optimalen Besteuerung bietet ein ökonomisches Instrumentarium zur Bewertung effizienter Güter- und Einkommensteuern und bildet die Grundlage dieser Abhandlung. Nach einem historischen Überblick über Steuerarten wird im zweiten Kapitel das Instrumentarium vorgestellt. Das dritte Kapitel erweitert das Modell um externe Effekte, die beispielsweise im Tabak- und Alkoholkonsum auftreten, und behandelt Fragestellungen wie grenzüberschreitenden Handel. Im vierten Kapitel wird die Auswirkung oligopolistischer Marktstrukturen auf die Besteuerung thematisiert. Abschließend wird die (Zigaretten-) Besteuerung in den EU-Mitgliedsstaaten betrachtet, wobei sich zeigt, dass die aktuellen Steuern auf Tabakwaren aus ökonomischer Sicht überhöht und schwer zu rechtfertigen sind.