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Nathalie Tremont

    Zwischen Tugendrigorismus und Emanzipation
    • 2012

      Dieses Buch untersucht die Themen Tugend und Emanzipation der Frauen in Lessings 'Miss Sara Sampson' und 'Emilia Galotti'. Es bietet zunächst einen Einblick in die Aufklärungszeit, mit besonderem Fokus auf das Menschenbild und die Rolle der Frau. Zudem werden humanistische Entwürfe im bürgerlichen Trauerspiel des 18. Jahrhunderts beleuchtet. Wichtige Begriffe sind Tugend, Laster, Verführung und Emanzipation. Zentrale Fragen sind: Welchen Bildungsaufschwung erlebte das Bürgertum im 18. Jahrhundert? Welche Rolle spielen Tugendvermittlungen innerhalb der Familien für Lessings Frauenfiguren? Wie werden humanistische Konstellationen im bürgerlichen Trauerspiel dargestellt? Warum ist der Tugendbegriff entscheidend für das Verständnis der Epoche und der Handlungsmotive von Sara Sampson und Emilia Galotti? Bei der Analyse von 'Miss Sara Sampson' wird das Streben der Protagonistin nach väterlichen Prinzipien sowie die Konfliktlage und Charakterzüge von Marwood betrachtet. In 'Emilia Galotti' wird Claudia Galotti als Vermittlerin von Tugend und Realität thematisiert, während die Frage erörtert wird, ob Emilia stets tugendhaft handelt oder zwischen verschiedenen Loyalitäten steht. Emanzipatorische Ansätze stehen im Kontrast zu strengen Idealvorstellungen, wobei der Tod als Flucht vor dem Tugendverlust im Vordergrund steht.

      Zwischen Tugendrigorismus und Emanzipation