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Arno Kerschbaumer

    Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Karl I/IV. Károly király (1916-1921)
    Beamte, Unternehmer, Offiziere - Familien der "Zweiten Gesellschaft" aus Innerösterreich
    Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Franz Joseph I./I. Ferenc József király (1914-1916)
    • Seit der Allerhöchsten Entschließung der Kaiserin Maria Theresia vom 12.1.1757 hatten k. (u.) k. Offiziere das Recht auf Erhebung in den österreichischen Adelsstand, ein Privileg, das bis zum Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie bestand. Diese Berufsschicht genoss eine bevorzugte Behandlung in Auszeichnungsfragen, was für viele Offiziere den krönenden Abschluss ihrer Karriere darstellte. Im Gegensatz dazu hatten Beamte und die seit dem späten 19. Jahrhundert zunehmend ausgezeichneten Industriellen und Bankfachleute weniger Chancen auf eine „Standeserhöhung“. Ab 1916, mit der Eskalation des Krieges, änderte sich die Nobilitierungspraxis grundlegend. Der systematisierte Ablauf, der zuvor vom k. k. Innenministerium durchgeführt wurde, wich einer persönlicheren Annäherung an die Auszuzeichnenden und deren Familien. Kaiser Franz Joseph I. verlangte ab 1916 eine zusammengefasste Darstellung jeder Standeserhebung, was Kaiser Karl I. später perfektionierte. Dadurch erhielten vermehrt Witwen und Waisen gefallener Offiziere Standeserhebungen. Der neue Band bietet erstmals eine umfassende Darstellung von Standeserhebungen und Gnadenakten der beiden österreichischen Souveräne im Ersten Weltkrieg, einschließlich einer Vielzahl von Familien aus Militär, Beamtenschaft und Wirtschaft, die in Genealogie und farbiger Wappenbeschreibung präsentiert werden.

      Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Franz Joseph I./I. Ferenc József király (1914-1916)
    • Der Zusammenbruch der Donaumonarchie im November 1918 führte zu einer radikalen Veränderung der Staatsform und einer gesellschaftlichen Umwälzung, die insbesondere eine soziale Gruppe betraf, die als „Zweite Gesellschaft der Donaumonarchie“ bekannt ist. Diese Gruppe, ein Reservoir der Monarchie, umfasste seit dem 19. Jahrhundert Mitglieder des Militärs, der Beamtenschaft, der Wirtschaft sowie Künstler und Intellektuelle. Der Höhepunkt ihrer Karrieren war oft die Erhebung in den Adelsstand oder die Verleihung von Orden durch den Kaiser. Die Grenzen dieser Gruppe waren fließend und schlossen sowohl alten Adel als auch Aufsteiger aus bescheidenen Verhältnissen ein, die in Militär oder Verwaltung erfolgreich waren oder wirtschaftliche Unternehmen gründeten. Eine klare Trennung bestand zur eigentlichen Aristokratie, dem Hofadel. Das Adelsaufhebungsgesetz von 1919 traf den hohen Adel nur peripher, während der „Zweiten Gesellschaft“ das Sozialprestige entzogen wurde, das sie durch Loyalität zum Herrscherhaus erworben hatte. In dem Buch werden Familien aus den ehemaligen Kronländern Steiermark, Kärnten, Krain, dem Küstenland und der Grafschaft Görz und Gradisca vorgestellt, die bislang in der Öffentlichkeit unbekannt waren. Hier erhalten sie Anerkennung für ihre Verdienste und treten aus der historischen Anonymität hervor.

      Beamte, Unternehmer, Offiziere - Familien der "Zweiten Gesellschaft" aus Innerösterreich
    • Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Karl I/IV. Károly király (1916-1921)

      Standeserhebungen und Gnadenakte des Kaiser und Königs vom 21.11.1916 bis 6.11.1921 (Dethronisation in Ungarn) sowie die Promotionen des Militär-Maria Theresien-Ordens in dieser Zeitspanne.

      Erstmals werden auch die ungarischen Verleihungen gemeinsam mit den österreichischen in einem Kompendium präsentiert und auf Grund von bis jetzt unbearbeitetem Archivmaterial auch die sogenannten „strittigen Adelsverleihungen“ vom November 1918 und danach eingehend untersucht, sowie mit Archiv-Quellen belegt. Großteils ergänzt werden die adelsrechtlichen Daten durch Dienststellenbeschreibungen der Offiziere und genealogische Notizen. Die Geschichte des mysteriösen letzten Generaldirektors des kaiserlichen Privatvermögens, des Freiherrn v. Valmont, wird ebenso behandelt wie eine unbekannte Freiherrenstandsverleihung aus dem Jahr 1918 an einen jungen schwerstversehrten Frontoffizier und viele mehr.

      Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Karl I/IV. Károly király (1916-1921)