Unergründliche Schicksalsfäden verführten mich dazu, mich in „älteren Tagen“ ein weiteres Mal auf den Pegasos zu schwingen und diesem kräftig die Sporen in Richtung des Waldes und großer, schöner Jagdgründe zu geben. Das Ergebnis dieser Versuche in der Dichtkunst lege ich hier als Folgeband zu „Wald- und Jagdgedichte aus der Rominter Heide“ vor und hoffe auf eine verständnisvolle Aufnahme innerhalb der sich ständig lichtenden Reihen der deutschsprachigen Freunde dieses Waldes im vormaligen Ostpreußen. Es geschieht dies im Bewusstsein, dass in Anlehnung an den Stil des 19. Jahrhunderts niedergeschriebene Lyrik von der offiziellen Kunstwelt unserer Tage naturgemäß nicht mehr ernst genommen wird. Wenn ich den Versuch trotzdem gewagt habe, so deshalb, weil ich „nicht anders kann“ und es sich hier um Waldangelegenheiten handelt, die auf wahren Umständen und Begebenheiten beruhen und daher ohnehin ein separates Dasein vom offiziellen Literaturbetrieb fristen. Es bereitete naturgemäß erhebliche Mühe, gewisse Inhalte, die sich oftmals dazu wenig eigneten, in poetische Formen zu gießen. Wiederum war mir Wilhelm Müller (1794–1827) in seinem dichterischen Duktus ein orientierender „Weiser“.
F. v. Fuchsenfels Boeken


F. v. Fuchsenfels trägt hier in Gedichtform Betrachtungen, Erlebnisse und Bilder vor, die er in den Jahren 1981 bis 2017 in der Rominter Heide in der früheren preußischen Provinz Ostpreußen – heute zu Russland und Polen gehörend – gewann. Im Vordergrund stehen dabei die Stätten einstigen jagdlichen Lebens, das größere und kleinere Raubwild und die Schönheiten der Landschaft und des Waldes. Bezüglich der Darstellung in Versform wurde der Verfasser von älteren Gedichten des 19. Jahrhunderts inspiriert, namentlich durch diejenigen von Wilhelm Müller (1794–1827), des Verfassers der „Winterreise“, die von Franz Schubert als Liederzyklus vertont wurden.