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Christian Heilbronn

    Neuer Antisemitismus?
    Neuer Antisemitismus?
    • Wie lässt sich Antisemitismus begreifen? Welchen Veränderungen in Zeit und Raum unterliegen die Wurzeln, aus denen er sich speist? Welche Interpretationsmuster bietet Antisemitismus in Wort und Tat, und in welcher Beziehung steht er zum Judentum, zum Staat Israel, zum Nahostkonflikt, zu sozialen und politischen Verwerfungen? Inwiefern scheint es geboten, von neuem Antisemitismus zu sprechen? Die Vielzahl der Fragen spiegelt das Chamäleonhafte und die Komplexität des Phänomens Antisemitismus, dem sich die Autorinnen und Autoren aus unterschiedlicher Perspektive nähern. Sie hinterfragen eigene Positionen und beleuchten nationalistisch oder populistisch gespeiste neue Erscheinungsformen des Antisemitismus, etwa in Deutschland, den USA, Frankreich, Polen oder im Nahen Osten. Zudem untersuchen sie Bezüge zu den Themenfeldern Islam, Migration und Flucht und analysieren die Debatten um das Wesen und die Funktion von Antisemitismus. Diese haben sich, so der Tenor des Bandes, im 21. Jahrhundert entgegen früherer Erwartungen nicht etwa erübrigt, sondern vielmehr verschärft.

      Neuer Antisemitismus?
      4,0
    • Neuer Antisemitismus?

      Fortsetzung einer globalen Debatte

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      Worauf lassen wir uns ein, wenn wir Antisemitismus begreifen wollen? Meinen wir ein Gefühl, ein Ressentiment, eine Haltung, ein Gerücht oder gar nur ein Vorurteil über eine bestimmte soziale und kulturelle Gruppe, die Juden genannt wird? Ressentiments gegen Juden kommen von Rechten, Linken, der Mitte, von Muslimen, sogar von anderen Juden. Vor diesem Hintergrund ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, und eine erweiterte Fassung des mittlerweile zum Standardwerk avancierten Sammelbandes zur Frage des »neuen Antisemitismus« vorzulegen. Die bisherigen Beiträge werden ergänzt um neue Texte, unter anderem zur aktuellen Situation in Großbritannien, Frankreich und Polen sowie um Erörterungen zur Agitation im Netz und um eine Untersuchung zu antisemitischen Einstellungen unter Flüchtlingen. Die älteren Texte sind jeweils zudem durch ein Postskriptum der Autoren angereichert. So ist das Buch nun mehr als ein Diskussionsband, es ist eine Dokumentation und eine Fortsetzung der globalen Debatte über den »neuen Antisemitismus« zugleich. Mit Texten von Omer Bartov, Tony Judt, Judith Butler, Gerd Koenen, Sina Arnold, Michel Wieviorka, Matthias Küntzel, Katajun Amirpur, Ian Buruma, András Kovács, Rafał Pankowski, Jan T. Gross, Brian Klug, Anshel Pfeffer, Monika Schwarz-Friesel, Ingrid Brodnig, Moshe Zimmermann und Dan Diner.

      Neuer Antisemitismus?