Iran - die Freiheit ist weiblich
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Warum Russland so anders ist
Blickt man auf die Entwicklung Russlands unter Putin, dann erscheint der Angriff auf die Ukraine nicht überraschend. Seit dem «Anschluss» der Krim erfindet sich Russland neu: als eine Großmacht, die chauvinistisch spricht und aggressiv handelt. Das sagt Golineh Atai, die für ihre Berichterstattung aus Moskau vielfach ausgezeichnet worden ist. Sie erklärt die tieferen Gründe für eine Politik, die im Westen vielfach kaum wahrgenommen, in falsche Vergleiche heruntergebrochen oder einfach verdrängt wird. Die Wahrheit ist: Russland sieht sich im Krieg. Und Russlands Aggression existiert darüber hinaus auch in alten und neuen globalen Medien, im Cyberspace, im Wirtschaftsraum. Eine der besten Kennerinnen Russlands erklärt, warum Russland die globale Ordnung offen herausfordert – in einer Zeit, in der die Fortdauer ebendieser Ordnung ungewiss ist.
Zur Staatsräson der Islamischen Republik Iran gehöre die Unterdrückung von Frauen und ihren Rechten, so Golineh Atai. Am sichtbarsten werde dies durch den Kopftuchzwang, der durch harte Strafen und zum Teil mit offener Gewalt durchgesetzt wird. Die Proteste infolge des gewaltsamen Todes der 22-jährigen Jina Mahsa Amini nach einer Festnahme durch die Sittenpolizei im September 2022 haben eine lange Vorgeschichte. Im Iran sind derzeit über 500 Frauenrechtlerinnen inhaftiert und oftmals jahrelang Willkür und Folter ausgesetzt.