Gedichte
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Český výbor z díla přítele a do jisté míry i spolupracovníka Marxova a Engelsova (Weerth totiž mnohé své práce uveřejňoval v Marx-Engelsových „Nových rýnských novinách“) obsahuje především jeho práce nejtypičtější. Jsou to v prvním oddíle socialistické a politické básně, které „originalitou, vtipem a zejména smyslným žárem předčí básně Freiligrathovy“ (Engels), v nichž pranýřuje zlo, páchané vykořisťovateli, ať na rýnských vinařích nebo anglických dělnících. V druhém, obsáhlejším oddílu, jsou shromážděny ukázky z Weerthových próz: břitké satiry na německého měšťana, pana Cenu, „válícího se s chmurnými sny po posteli“ s hrůzou, že do jeho hokynářského štěstí vpadne revoluce, výsměch Siru Johnovi z Manchestru, bavlnářskému lordu, protifeudální satiru na pruské junkery, ale vedle toho i črty, plné sympatií k dělnictvu, vykořisťovanému proletariátu, k jehož boji proti kapitalistům přispěl i G. W. svým dílem.
Gedichte - Kleine Prosa 1844 - 1848
Výbor z próz německého spisovatele. Jsou to satirické obrazy a charakteristiky osob ve službách obchodu a mamonu, je zde satira na cestu anglického kapitalisty k úspěchu, ironické vyprávění o vystrašení německých buržoů výbuchem francouzské revoluce, črta o r. 1848, viděném belgickými měšťáky a posléze výsměch anglickému pokrytectví v anglikánské bohoslužbě v neděli, zatím co celý týden je ve znamení služby penězům. Byl přítelem Marxovým a Engelsovým.
Der Turm, der aus dem Dorfe ragt, Erhebt der Glocken hell Getön; Und neulich hat mir Franz gesagt, Er sagte mir: ich wäre schön. Wie das nun kommt, gern wüßt ich's bald Bin doch erst sechzehn Jahre alt. Franz ist ein wilder Junge, traun! Denn gestern in der Dämmerung, Da sprang er übern Gartenzaun Und küßte hurtig meinen Mund. Und wie's geschah, ich weiß es nicht Franz hat ein allerliebst Gesicht. Franz hat mir diesen Ring geschenkt Und dieses Kreuz an rotem Band! Er hat's mir selber umgehängt, Und als ich sinnend vor ihm stand, Viel seltsam Fragen macht' er da, Und ich, ich glaub, ich sagte: Ja! Ich weiß nicht, was ich ihm gesagt! Genug, der Abend war so schön, Der Turm, der aus dem Dorfe ragt, Erhub der Glocken hell Getön; Und ich, ich ging nach Haus und dacht, Ich dacht an Franz die halbe Nacht.
Frei nach dem gleichnamigen Werk von Georg Weerth
Georg Weerths "Englische Reisen" entstanden während seines Aufenthalts in der englischen Textilmetropole Bradford in den Jahren 1843 bis 1847. Sie werden hier zum ersten Mal nach dem Erstdruck und in der ursprünglichen Anordnung präsentiert. Weerth arbeitete in Bradford im Büro einer Woll- und Kammgarnhandlung, las in seiner freien Zeit intensiv englische Literatur von Oliver Goldsmith über Charles Dickens, Laurence Sterne u.a. Daneben studierte er eifrig die "Times", das Chartistenblatt "Northern Star" und ganz begeistert das Satireblatt "Punch". Sofort beginnt er - ganz im Stil von Heinrich Heine - Reiseskizzen und Berichte und Reportagen zu schreiben. In seinen Texten besucht Weerth mit seinen Lesern ein typisch englisches Weihnachtsfest, führt ihn in eine Boxbude auf dem Jahrmarkt und schließlich zu einer Klettertour auf den Snowdon, den höchsten Berg Englands. Den Höhepunkt bildet seine Beschreibung eines traditionellen "Blumen-Festes" englischer Arbeiter. Im abschließenden Fragment liefert Weerth eine der schönsten Hymne auf sein Vorbild Heinrich Heine: "Hierauf der Heine, [...] den liebe ich, - der einzige lebende Poet [...], den ich beneide, der einzige, dem ich den Tod wünsche, weil er mein größter Konkurrent ist. Ich versichere Ihnen, ich hasse den Heine - ach nein! ich liebe ihn nur zu sehr."
Auswahl und Nachwort von Dietger Pforte.