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Marnelle Tokio

    Marnelle Tokio creëert verhalen die diep resoneren, puttend uit een opmerkelijk diverse reeks levenservaringen. Haar werk duikt in het ingewikkelde weefsel van menselijke relaties en de aanhoudende zoektocht naar betekenis, vaak gekenmerkt door een scherpe, observerende geest. Tokio's proza wordt geprezen om zijn evocatieve kracht, waarbij het de subtiele tinten van het dagelijks bestaan met diepe helderheid meesterlijk vastlegt. Lezers verbinden zich met haar schrijven vanwege de inherente authenticiteit en de inzichtelijke verkenning van universele thema's door een uniek, boeiend perspectief.

    Nichts leichter als das
    • 2009

      Weil „tote Mädchen keinen Abschluss machen“, wird die 17-jährige Marty kurz vor dem Examen in eine Klinik eingewiesen. Zwei Jahre lang hat sie sich fast zu Tode gehungert, denn das ist das Einzige, was sie kontrollieren kann: ob sie isst oder nicht. Allem anderen in ihrem Leben - dem Alkoholproblem ihrer Mutter, der Zurückweisung durch den Vater, den Ansprüchen ihres Freundes - fühlt sie sich ausgeliefert. Und das, obwohl sie intelligent, wortgewandt und äußert taff ist. Ihre ersten Tage in der Klinik sind geprägt von Wut und Feindseligkeit, mit beißender Ironie lässt sie Mitpatientinnen, Pflegepersonal und Psychologen auflaufen. Dennoch muss sie sich den Regeln des Hauses anpassen: Essenszeiten, Gruppensitzungen, Einzeltherapie. Mit klarem Blick erfasst Marty den traurigen Zustand ihrer Mitpatienten und auch ihre eigenen Probleme, trotzdem ist jede Mahlzeit, jede Gewichtszunahme eine Qual und ein Kampf. Und so gibt sie weiterhin die Starke, die mit der großen Klappe, die sich um nichts schert. Erst als die 8-jährige Lily eingeliefert wird, öffnet sich Marty ein wenig und langsam geht es aufwärts. Doch der Weg zurück ins Leben ist alles andere als leicht.

      Nichts leichter als das