Millionen von Christen und Muslimen leben in Deutschland als Nachbarn zusammen. In größeren Städten, z.B. in Berlin, in Regionen wie dem Ruhrgebiet sind lange Erfahrungen im Zusammenleben gewachsen. Der Zustrom an Flüchtlingen aus muslimischen Ländern in den letzten Jahren hat Ängste und Befürchtungen auf beiden Seiten hervorgerufen. Grundsätzlich bilden der Dialog über religiöse Fragen, das Bemühen um ein Verständnis der jeweiligen Lebenskultur und das Einüben eines guten Miteinanders Aufgaben, die immer neu zu bewältigen sind. Das Buch geht an typischen Fragen zum Glauben entlang, z. B. Glauben Christen und Muslime an denselben Gott?, Welches Verständnis von Jesus haben Muslime, welches Christen?,Wie werden die heiligen Schriften verstanden?, Wie wird die Schöpfung gesehen?
Oliver Wintzek Boeken


Gott in seiner allwissenden Vorsehung auf dem Prüfstand der Kontingenz
Eine motivarchäologische Kritik des theologischen Kompatibilismus
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Die Arbeit am christlichen Gottesbegriff bekommt es mit gravierenden Denkproblemen zu tun, wenn Gott eine allwissende Vorsehung zugesprochen wird. Die Selbstevidenz eines freien Willens des Menschen wird entweder in die Ewigkeit hinein aufgehoben oder deterministisch verunmöglicht. Dieses Problembündel ist in der theologischen Theoriebildung bisher nicht bewältigt. Die These des Autors, die er auf einem breiten theologiegeschichtlichen Fundament ausarbeitet, lautet: Gott kann und darf keine allwissende Vorsehung im klassischen Sinn zukommen – er weiß vielmehr um die unendlichen Möglichkeiten seiner um des Heils willen entschiedenen Gewinnungsmacht, ohne den Menschen zu entmächtigen.