Nouvelle série - 64: ContreTemps
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Een Frans-Braziliaanse marxistische socioloog en filosoof, biedt hij scherpe analyses van hedendaagse samenlevingen door een marxistische bril. Zijn werk duikt in baanbrekende figuren en intellectuele stromingen die het kritisch denken hebben gevormd, met de zoektocht naar begrip en transformatie van de wereld. Door zijn werk biedt hij een diep inzicht in de historische en filosofische fundamenten die ten grondslag liggen aan sociale structuren. Hij verbindt theoretisch onderzoek met de inzet voor sociale verandering.






»Kann man denn zu Kafka noch irgendetwas Neues sagen?«, fragt der Soziologe und Philosoph Michael Löwy zu Beginn seines großartigen Essays – und schafft tatsächlich innerhalb weniger Zeilen einen Zugang zu dem deutschen Literaturklassiker, der ein völlig neues Licht auf einen der bedeutendsten Autoren der Moderne wirft. Löwy erzählt von biografischen, oft vernachlässigten Umständen und führt uns dabei den politisch sensiblen Kafka vor Augen, der als Schüler provozierend die rote Nelke am Revers trug, und der als Student enge Kontakte zum libertären Milieu seiner Heimatstadt Prag pflegte und begeistert anarchistische Autoren wie Pjotr Kropotkin las. Auf Grundlage einer sorgfältigen literarischen Analyse von Kafkas Romanen und wichtigsten Erzählungen erarbeitet Michael Löwy die These, dass vor allem Antiautoritarismus den roten Faden in Kafkas Werk bildet. Von der Rebellion gegen die Autorität der Väter über die Auseinandersetzung mit der (jüdischen) Religion bis hin zur schonungslosen Entlarvung der Brutalität kapitalistischer Verhältnisse und anonymer Apparate folgt Kafka diesem Grundmotiv. Dieser Analyse folgend beleuchtet Löwys Essay die erschreckende Aktualität des literarischen Werks von Franz Kafka.
"Marx sagte, die Revolutionen seien die Lokomotive der Weltgeschichte. Doch vielleicht stellen sich die Dinge völlig anders dar. Es ist möglich, dass die Revolutionen für die Menschheit, die wie in einem Zug unterwegs ist, darin bestehen, die Notbremse zu ziehen" (Michael Löwy)Die Entdeckung des Werkes Walter Benjamins löste bei Michael Löwy einen Schock aus, der so manche Überzeugung erschütterte und mehr als vierzig Jahre lang in seiner gesamten Forschung über heterodoxe Formen des Marxismus in Europa oder Amerika nachwirkte. Der Vision der Revolution als "Lokomotive der Geschichte", die sich unaufhaltsam in Richtung Fortschritt bewegt, wie sie Marx in "Klassenkämpfe in Frankreich" beschreibt, stellt Benjamin eine Version der Revolution als "Notbremse" gegenüber. Sie kündigt bereits sehr früh eine Kritik des Fortschritts und des Wachstums an, die später im kritischen Denken und in der radikalen Ökologie entwickelt wird. Die hier vorgestellten Aufsätze konzentrieren sich auf die revolutionäre Dimension des Werkes Benjamins. In ihnen fließen der von einem unorthodoxen historischen Materialismus inspirierte Ansatz mit Vorstellungen vom jüdischen Messianismus zusammen, die im Lichte seiner "stellaren Freundschaft" mit Gershom Scholem neu überdacht wurden.
Ce livre rassemble pour la première fois des récits où s'articulent des combats pour la défense des droits sociaux et celle de l'environnement. Du Canada au Japon, des Philippines à l'Équateur ou au Brésil, de la France aux États-Unis en passant par l'Afrique du Sud ou le Moyen Orient : 20 récits, quinze pays, 324 pages.
Das Verhältnis zwischen jüdischem Messianismus und anarchistischer Utopie ist trotz seiner zahlreichen Berührungspunkte durch eine spannungsreiche Verschiedenheit unterschiedlicher Positionen gekennzeichnet. Es reicht von radikaler Unvereinbarkeit wie bei Gershom Scholem und Gustav Landauer bis hin zu wechselseitiger Befruchtung und Erhellung wie im Fall von Ernst Bloch und Walter Benjamin. Eine mögliche Verbindung dieser Pole steht und fällt mit der Überwindung des traditionellen Gegensatzes zwischen Atheismus und Religion, Materialismus und Spiritualität, Nationalismus und Romantik. Michael Löwy konzentriert sich dabei auf eine Gruppe von deutsch-jüdischen Intellektuellen (u.a. Benjamin, Kafka, Rosenzweig, Buber, Scholem, Löwenthal, Landauer, Bloch, Lukács, Fromm), deren Beiträge zu diesem Thema bis heute weitgehend unabgegolten sind.
Ernesto „Che“ Guevara – argentinischer Arzt, Guerillero, kubanischer Minister und lateinamerikanischer Revolutionär – wurde nach seinem Tod in den bolivianischen Bergen am 9. Oktober 1967 in Westeuropa, Nordamerika und weltweit zu einem Symbol, ja einem Mythos der Protestbewegungen. Das Erbe des „Che“ wird in dem Buch von Michael Löwy ebenso knapp wie brillant dargestellt und analysiert. Im Gegensatz zu vielen anderen Veröffentlichungen über Che Guevara verzichtet der Autor auf alles Anekdotische, Sensationelle und Spekulative. Er untersucht die Schriften und Reden von Che Guevara auf ihren philosophischen, ökonomischen, militärischen und politischen Gehalt. Er arbeitet heraus, was den Che so wichtig machte und macht: seine zutiefst undogmatische, humanistische und internationalistische revolutionäre Haltung.