Die Lehren des klassischen Reitmeisters François Robichon de la Guérinière (1688-1751) sind aktuell wie nie zuvor. Die Barockpferderassen – Andalusier, Lipizzaner, Friesen, Knabstrupper und ihre Verwandten – erleben eine Renaissance und mit ihnen kommt das Interesse an der klassischen Reitkunst – oder andersherum. Guérinière lehnt Zwangsmittel ab. Er setzt bei der Schulung des Pferdes auf das Verständnis seiner körperlichen und psychologischen Gegebenheiten und befürwortet eine langsame und gründliche, die auf das Wesen jedes einzelnen Pferdes eingeht. Grundvoraussetzung sind gutes Reiten und innere Ausgeglichenheit des Reiters. Vom Anreiten des jungen Pferdes bis zur Erarbeitung von Schulen über der Erde reichen seine Hinweise zur korrekten, geduldigen Schulung. Nicht zu kurz kommen Ausführungen über den richtigen Sitz des Reiters und Erklärungen zur geeigneten Ausrüstung.
François Robichon de La Guérinière Boeken
8 mei 1688 – 2 juli 1751





Guérinières Werk gilt als das bedeutendste Schriftstück zur Reitkunst. 1800 wurde es erstmals im deutschen Sprachraum gewürdigt, jedoch ist die einzige deutsche Übersetzung von Johann Daniel Knöll heute verschollen. Es ist wichtig, diesen klassischen Text der Reitkunst wieder zugänglich zu machen, da er in Qualität und Aktualität herausragt.
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