Emerenz Meier, geboren 1874 im Bayerischen Wald, war eine bedeutende Dichterin, die mit ihren Geschichten und Gedichten, auch in bairischer Mundart, Bekanntheit erlangte. 1906 wanderte sie in die USA aus und starb 1928 in Chicago. Anlässlich ihres 150. Geburtstags wird ihr Werk neu entdeckt und gewürdigt.
Hans Göttler Boeken





Endstation Schwimmbad-Bibliothek
Neue Wirtsbuam-Turmschreibereien aus Unter-Niederbayern
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Was ist eigentlich eine Schwimmbad-Bibliothek? Ganz einfach: ein Hallenschwimmbad gefüllt mit Büchern, gelesenen und ungelesenen, oder den eigenen Literaturprojekten. Hans Göttler besitzt seit einigen Jahren eine solche Einrichtung. An seine „Wirtsbuam-Turmschreibereien“ anknüpfend, schlummern in dieser Schwimmbad-Bibliothek u. a. satirisch-heitere Texte wie „Auch Bäume sind nur Männer!“, tiefgründige Überlegungen über Pockinger Weißwürste und geheimnisumwitterte Frühstückssemmeln, die plötzlich unbestellt an der Haustüre hängen. Ergänzt werden sie durch Geschichten über die Hintergründe, die zu einem dreimal wiederholten Tanzverbots-Attest für den Autor führten, seine Freude am Klassentreffen unter Beweis stellen oder erzählen, wie er kostenfrei und ohne Beichte im sog. „Simbacher Papstzimmer Nr. 16“ übernachten durfte, wo anno 1997 auch Joseph Ratzinger genächtigt hatte.
Niederbayerische Sagen und Geschichten Martin Buchner (geb. 1869 auf ei- ner kleinen Bauern-Sölde in Laberweinting bei Mallersdorf in Nie- derbayern, gest. 1959 in Passau) war lange Zeit Volksschullehrer in Passau und danach Schulrat für Passau-Land und Wegscheid und trat bereits ab 1909 als feinsinniger und heimatverbundener Dichter hervor (z. B. „Lied und Leben“, „Lied vom Inn“ „Passauer Nibelungenspiel“, „Stromgold“). 1922 brachte er im Selbstverlag seine Sammlung „Niederbayerische Sagen und Geschichten als Begleitstoff zur heimatlichen Erdkunde“ heraus, die dann 1950 in erweiterter Form eine zweite Auflage im Passauer Verlag Ablaßmayer und Penninger erlebte. Diese 175 Sagentexte erscheinen nun im Morsak Verlag in einer neuen Buchausgabe, besorgt von Hans Göttler und treffend illustriert von Jörg Mangold. Aus dem Geleitwort des Herrn Regierungspräsidenten von Niederbayern, Rainer Haselbeck: „Göttler gelingt es, mit dieser Neuauflage einem bedeutsamen regionalen Kulturschatz aus vergangenen Zeiten in der niederbayerischen Gegenwartsliteratur eine neue Heimat zu geben. Lebendig und ausdrucksstark, mit Zeichnungen des bekannten Jagdschriftstellers und -illustrators Dr. med. Jörg Mangold, wird die Neuauflage von Buchners Werk die Leserschaft wie einst in ihren Bann ziehen.“
Der Dori geht zum Herrn
Echte Advents- und Weihnachtsgeschichten aus Altbayern
In der heutigen Zeit kann man bereits im September Lebkuchen kaufen und Schoko-Nikoläuse genießen. Früher war der Advent eine echte Vorbereitung auf Weihnachten, und das Christkind kam erst am Heiligabend. Während sich an den Traditionen nicht viel ändern lässt, ermöglichen Geschichten und Gedichte aus vergangenen Tagen eine Rückkehr zu diesen Wurzeln. Hans Göttler, Münchner Turmschreiber aus Niederbayern, hat sich für die Advents- und Weihnachtszeit 2016 vorgenommen, alte, authentische Texte auszuwählen und zu präsentieren. In seinem neuen Werk lässt er bairische Autoren zum Thema Advent und Weihnachten zu Wort kommen, darunter Emerenz Meier, Hans Carossa, Wilhelm Diess und viele andere, mit denen er sich seit Jahrzehnten beschäftigt. Das Buch, das sich hervorragend als Christkindlgeschenk eignet, ist mit beeindruckenden Fotografien von Msgr. Dr. theol. Hans Würdinger, Pfarrer von Neuhaus am Inn, illustriert und bietet einen nostalgischen Blick auf die Traditionen der Weihnachtszeit.
Max Matheis und die tiefbraunen Flecken auf seiner weißblauen Heimatweste
Kommentierte Dokumentation der nationalistischen und NS-Texte des Passauer Heimatdichters (1894-1984) aus den Jahren 1909 bis 1978
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Die kommentierte Dokumentation beleuchtet die nationalistischen und NS-Texte des Passauer Heimatdichters Max Matheis (1894-1984) aus den Jahren 1909 bis 1978. Matheis, der seit April 1935 als Lehrer in Passau tätig war, trat bereits am 01.05.1933 der NSDAP bei und engagierte sich später in der SA sowie im Sicherheitsdienst der SS. Seine Frau folgte ihm 1937 in die Partei. Neben Heimat- und Mundartliteratur verfasste Matheis auch Texte für die NSDAP, die Hitler huldigten und antisemitische Inhalte enthielten. Er schrieb Kriegsgedichte gegen Polen, die mit der NS-Germanisierungspolitik in Einklang standen, und beteiligte sich 1944 literarisch am „Endkampf“ mit seinem Stück „Der Kohlenklau wird heut erschlagen“. Nach dem Krieg wurde er ein Jahr lang interniert, doch 1947 gelang es ihm, seine Einstufung von „Aktivisten“ zu „Mitläufern“ zu ändern, indem er seine NS-Texte geheim hielt. Dies ermöglichte ihm, wieder als Lehrer und Schriftsteller zu arbeiten und zahlreiche Auszeichnungen zu erhalten. Seine NS-Vergangenheit blieb verborgen, während er seine Texte akribisch aufbewahrte und teilweise erneut veröffentlichte. Zu Lebzeiten wurde ihm eine Straße gewidmet, und nach seinem Tod fand sein Name Eingang in das Ehrenmal der Stadt Passau für deren „Wohltäter“.