Figarino macht aus Müll Haushaltsgegenstände und Geschenke, aber Long John findet das eklig. Wer will schon aus einem Saure Gurken Glas seine Milch schlecken….
Roman Köster Boeken




Mein Leben
Mittendrin. Statt nur Dabei
Krisen, Globalisierung oder Ungleichheit bestimmen die tagespolitischen Debatten. Viele der drängenden ökonomischen Fragen unserer Gegenwart lassen sich nur richtig einordnen, wenn sie als Resultat längerfristiger Entwicklungsverläufe angesehen werden. Die Beschäftigung mit Wirtschaftsgeschichte ist darum für ein besseres Verständnis der modernen Welt unerlässlich. Roman Köster führt in die zentralen Themen, Methoden und Theorien der Wirtschaftsgeschichte ein. Er behandelt die wirtschaftshistorischen Kernthemen wie Industrialisierung, Krisen oder Konsum, bezieht aber auch Aspekte wie Technik oder Umwelt ein, die traditionelle wirtschaftshistorische Perspektiven erweitern.
Müll 11173
Eine schmutzige Geschichte der Menschheit
Müll begleitet die Geschichte der Menschheit. Unsere Urahnen ließen das Wenige, was ihnen unnütz schien, einfach zurück. Erst Sesshaftigkeit und Güterhaltung zwangen die Menschen, sich aktiv um ihren Abfall zu kümmern, darunter menschliche und tierische Ausscheidungen ebenso wie Kadaver. Roman Köster zeichnet die Entwicklung dieser Mensch-Abfall-Beziehungen über Epochen und Weltregionen anschaulich nach. Was wurde wie und wo entsorgt, weiterverwertet und wiederverwendet? Wer waren die Initiatoren für neue Formen der Müllbeseitigung? Wer lebte gar vom Gewinn durch die Sammlung, den Verkauf oder Export dessen, was andere loswerden wollten? Köster arbeitet nicht nur die Wandlungen heraus, die der Stellenwert von Müll und seine Behandlung im Lauf der Jahrhunderte erfuhren. Er beleuchtet auch die sozialen Rollen in der Müllverwertung und -entsorgung und die Bezüge zwischen Wohlstand und Müllaufkommen. Unterschiedliche Epochen und Kulturen, so zeigt das Buch, verfügten über teils bemerkenswerte Praktiken im Umgang mit Müll, und jahrhundertelang gelangten die meisten Abfälle, oft weniger aus Einsicht als aus Notwendigkeit, in irgendeiner Weise wieder in Nutzung. Erst seit dem 20. Jahrhundert sehen sich Gesellschaften, so Köster, damit konfrontiert, dass das Müllaufkommen in einer auf stetige Konsumsteigerung ausgerichteten Welt um Eindämmung und Recycling kaum mehr beherrschbar scheint – mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt.