Die weltliche Gerichtsverfassung in der Oberlausitz bis 1834
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Hinter dem Titel "Die Gerichtsverfassung in der Oberlausitz bis 1834" verbirgt sich eine umfassende Darstellung der Zuständigkeit und Organisation sämtlicher Gerichte in der Oberlausitz, beginnend mit den markmeißnischen Verfassungsverhältnissen im 10. Jahrhundert bis zum Ende des Oberlausitzer Territorialrechts im 19. Jahrhundert. Der Verfasser verfolgt das Ziel, durch eine spezifisch gerichtsverfassungsrechtliche Betrachtung allgemeine Strukturen und Entwicklungen der vormodernen Oberlausitzer Verfassung zu enthüllen. Die Oberlausitz, bis zur frühen Neuzeit Teil des böhmischen Länderverbands, wird in den Kontext ostmitteleuropäischer Geschichtslandschaften eingeordnet, in denen ein charakteristisches Spannungsfeld zwischen landständischer Freiheit und fürstlicher Macht herrscht. Aufgrund des ständigen Wechsels der Landesherren, insbesondere des Übergangs an die sächsischen Kurfürsten im 17. Jahrhundert, zeigt sich das Land vor der Moderne weniger "von der Herrschaft her", sondern vielmehr "von unten" und "dezentral". Der Verfasser untersucht die Rolle des Adels und der einflussreichen Oberlausitzer Sechstädte im Konflikt miteinander sowie das Verhältnis der nicht in den Landständen vertretenen Gesellschaftsgruppen, wie den Bauern, zu Adel und Landesherren. Dies geschieht im Spannungsfeld zwischen bürgerlichen Eliten und städtischen Unterschichten, wobei die jeweilig zuständigen Gerichte eine zentrale Rolle spielen. Die Erfor
