Helle Sonne, dunkler Schatten
- 115bladzijden
- 5 uur lezen
Sonne hatte schon immer wunderliche Anwandlungen, die mir normal erschienen. In dieser Geschichte eines schizophrenen Mädchens zeigt Ruth White meisterhaft das Leben zwischen Hell und Dunkel. Lyrik, Sonnes jüngere Schwester, beschreibt, wie sie seit dem frühen Tod ihrer Mutter eng miteinander verbunden sind. Sie singen gerne, begleitet von ihrem Vater auf der Gitarre, und erfreuen sich an ihrem Leben in den fünfziger Jahren in West Virginia, trotz der bescheidenen Verhältnisse eines Bergarbeiters. Sonne hat panische Angst vor Hunden, die sie Wölfe nennt, doch das trübt ihre Freude nicht lange. Nach Sonnes sechzehntem Geburtstag ziehen sie nach Michigan, wo sich ihre Verhaltensweisen erschreckend verändern. Lyrik erzählt von der Hoffnung, dem Schrecken und der Trauer, während sie versuchen, in der neuen Stadt Fuß zu fassen. Ruth White widmete das Buch ihrer Schwester Audrey, die an Schizophrenie erkrankte und in psychiatrischen Einrichtungen lebte. Trotz der Trennung blieben die Schwestern innig verbunden. Die Geschichte entstand während langer Spaziergänge am Strand von Virginia Beach und wurde in kurzer Zeit formuliert. White wollte authentisch bleiben und schuf sich im Schreibprozess einen Vater, um eigene Wunden zu heilen. So erzählt das Buch von zwei Schwestern, deren Namen eine tiefere Bedeutung tragen und ihnen helfen sollen, ihren Platz im Leben zu finden.
