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C. Berg

    Schlupps der Handwerksbursch
    SCHLUPPS DER HANDWERKSBURSCH
    • SCHLUPPS DER HANDWERKSBURSCH

      • 78bladzijden
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      Einst war er zu einem Meister gekommen, der arg geizig war und ihn hart zum Schaffen anhielt, an Tadel nicht sparte, dafür am Brotkasten den Deckel schloß, wenn das Sattwerden anfangen wollte. Schlupps stand in der Werkstatt und hobelte. Die Sonne schien warm, die Vögel sangen, und der Geselle meinte, sie riefen ihn hinaus auf die Landstraße, wo an den Bäumen die Kirschen reiften. Sagte der Meister: »Gesell, die Bank muß fertig werden.« »Recht so,« antwortete Schlupps, der wieder den Kopf voller Streiche hatte. »Sagt mir, wieviel Beine eine Bank hat.« »Sollte man nicht meinen, er wäre bei einem Schuster in der Lehre gewesen und hätte nur einen Dreibein kennen gelernt!« rief der Meister erbost. »Auch gut,« dachte Schlupps, »also ein Dreibein soll es werden.« »Eil dich,« sagte der Meister, »wenn ich wiederkomme, mußt du fertig sein,« damit ging er fort auf das Grafenschloß.

      SCHLUPPS DER HANDWERKSBURSCH
    • Schlupps der Handwerksbursch

      Mären und Schnurren

      • 56bladzijden
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      Einst war ein Geselle bei einem geizigen Meister beschäftigt, der ihn hart arbeiten ließ und ihm nicht genug zu essen gab. Während er in der Werkstatt hobelte, genoss er das warme Sonnenlicht und die Gesänge der Vögel, die ihn nach draußen auf die Landstraße riefen. Der Meister forderte ihn auf, eine Bank fertigzustellen, und als der Geselle scherzhaft nach der Anzahl der Beine fragte, wurde der Meister wütend. Der Geselle, Schlupps, beschloss, ein Dreibein zu bauen. Während der Meister zum Grafenschloss ging, bemerkte Schlupps, dass der Meister heimlich einen hölzernen Fuß mit Katzengold trug. Neugierig untersuchte er die Werkstatt und fand einen goldenen Fuß in einer Lade unter dem Bett des Meisters. Der Meister hatte das Goldbein heimlich vorbereitet, um die Beine eines kunstvollen goldenen Bettes im Schloss auszutauschen, das ein Zauber hatte, der den Grafen vor Krankheit schützte. Der Meister hatte bereits ein Bein ausgetauscht und plante, das zweite Bein zu wechseln, während der Graf an einer unerklärlichen Krankheit litt. Der Geselle war sich der geheimen Machenschaften seines Meisters bewusst und beobachtete aufmerksam, was geschah.

      Schlupps der Handwerksbursch