Über Schuld und Durchschnittsmenschen auch ein Beitrag zum Verbandsstrafrecht.
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Der strafrechtliche Begriff der Schuld ist eines der umstrittensten Institute der deutschen Rechtswissenschaft und wirft neue Fragen zur Verantwortung auf, die durch gesellschaftliche Entwicklungen entstehen. Die Autorin untersucht die Wurzeln des Schuldbegriffs in einer inter- und intradisziplinären Auseinandersetzung und beleuchtet aktuelle rechtspolitische Entwicklungen. Strafrechtliche Schuld ist nicht nur ein Begriff der Rechtsanwendung, sondern auch ein überpositives Prinzip, das zahlreiche Fragen aufwirft. Dabei spielen Willensfreiheit und Menschenbild eine wesentliche Rolle in der Definition der Schuldidee. Die Autorin hinterfragt die Grundlagen des Schuldbegriffs und skizziert die Maßfigur, die für die analogistische Schuldfeststellung zur Bestimmung der Schuld des Täters herangezogen wird. Ihre Erkenntnisse überträgt sie auf aktuelle Entwicklungen im Wirtschaftsstrafrecht, insbesondere im Unternehmenssanktionsrecht. Die Arbeit gliedert sich in mehrere Abschnitte, die die Problematik des rechtlichen Schuldbegriffs, die Normativität des Rechts sowie die Schuldfähigkeit juristischer Personen behandeln. Abschließend werden die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst und durch ein Literatur- und Stichwortverzeichnis ergänzt.
