Zoomorphe Gefäße der späten Bronze- und frühen Eisenzeit in Mitteleuropa und Oberitalien
- 412bladzijden
- 15 uur lezen
Die tierförmigen Gefäße aus Bronze oder Ton der späten Bronzezeit und frühen Eisenzeit in Mitteleuropa und Oberitalien sind häufige Grabbeigaben, insbesondere in reichhaltig ausgestatteten Gräbern. Diese Gefäße zeigen oft Darstellungen von Vögeln oder Rindern, entweder in voller Körperform aus Ton, wobei das Maul als Ausguss dient, oder mit plastischen Tierköpfen auf der Schulter. Auch Henkel von Tassen enden in Vogelköpfen oder tragen kleine Rinderfiguren. Darüber hinaus sind andere Tierarten wie Pferde und Raubtiere, jedoch seltener, vertreten. Diese Monografie behandelt über 900 Funde aus elf europäischen Ländern zwischen ca. 1500 und 500 v.Chr. und untersucht die Hauptverbreitungsgebiete, darunter die Urnenfelderkultur und die Hallstattkultur. Die Analyse zeigt, dass diese tierischen Darstellungen mehr sind als bloße Verzierungen; sie sind wahrscheinlich religiöse Symbole, die in einem Kontext von Grabbeigaben und rituellen Trinkzeremonien stehen. Die Arbeit beleuchtet auch den kulturellen Austausch mit zeitgenössischen Tiergefäßen aus Griechenland und dem Vorderen Orient. Die Szenen aus der Situlenkunst, die die Nutzung dieser Gefäße zeigen, belegen, dass ein überregional verbreitetes Trinkritual stattfand, das von sozialen Eliten überwacht wurde, insbesondere bei den "Fürstengräbern". Die gemeinsamen stilistischen Merkmale und Kontexte der zoomorphen Gefäße verdeutlichen die religiösen Vorstellungen zwischen den Lausitze
