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Stéphanie Pissinger

    ' ...bis eines Tags es keinen Sinn mehr haben wird zu sagen: morgen."
    Wladislaw Szpilman: Der Pianist. Kämpfender Überlebender und überlebender Kämpfer
    • Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: KZ-Literaur, Sprache: Deutsch, Abstract: Wladyslaw Szpilman schrieb seinen Bericht sofort nach Ende des 2. Weltkrieges 1945. Seine Geschichte ist einfach unglaublich. Nüchtern beschreibt er die schrecklichsten Erlebnisse, deren er Zeuge wurde, im Warschauer Getto und in der Zeit des Versteckens, des Hungerns und der Einsamkeit. Trotz allem hat Wladyslaw Szpilman überlebt. Wie er überlebt hat, was ihm Halt gab, wie er um sein Leben gekämpft hat wird diese Arbeit versuchen heraus zu finden. Eine Schlüsselszene findet sich auf dem Umschlagplatz, wo die Gettoinsassen auf ihre Deportation warten. Eine Diskussion zwischen Szpilmans Vater und einem Zahnarzt wird wie folgt beschrieben: Das ist eine Schande für uns alle! , schrie er beinah. Wie Schafe lassen wir uns in den Tod führen! Wenn wir uns, eine halbe Million Menschen, auf die Deutschen stürzten, könnten wir das Getto sprengen oder wenigstens so sterben, dass wir nicht zum Schandfleck der Geschichte werden! Vater hörte zu. Halb schüchtern, halb gutmütig lächelnd, zuckte er leicht die Achseln und bemerkte: Und woher wollen Sie so genau wissen, dass sie uns alle in den Tod befördern? Der Zahnarzt klatschte in die Hände: Natürlich weiß ich das nicht! Woher auch! Die werden uns das gerade verraten, aber mit neunzigprozentiger Sicherheit kann man sagen, dass sie uns alle ausrotten wollen! Vater lächlte wieder, als sei er nach dieser Antwort noch selbstsicherer. Sehen Sie , sagte er und umfasste mit einer breiten Geste die Menge auf dem Umschlagplatz, wir sind durchaus keine Helden! Wir sind ganz gewöhnliche Menschen, und deshalb ziehen wir das Risiko vor, auf die zehn Prozent Lebenschance zu hoffen... (Szpilman, Wladislaw: Der Pianist. Mein wunderbares Überleben. Aus dem Polnischen von Karin Wolff. Ullstein Verlag, München, 2002. S. 99-100) Diese Szene beinhaltet alle Themen die ich in meiner Arbeit aufgreifen will. Haben die Juden sich nicht genug gewehrt und wie Schafe abführen lassen? Wo beginnt Widerstand? Waren unter ihnen wirklich keine Helden? Wie kann die Hoffnung auf Leben für einen Menschen noch immer bestehen, wenn er alles andere bereits verloren hat? Diese Arbeit versucht vor allem diese Fragen zu beantworten und heraus zu finden ob Wladyslaw Szpilman ein Überlebender ist, der auf Hoffnung gebaut hat, oder ein Held, der um sein Leben gekämpft hat.

      Wladislaw Szpilman: Der Pianist. Kämpfender Überlebender und überlebender Kämpfer
    • ' ...bis eines Tags es keinen Sinn mehr haben wird zu sagen: morgen."

      Literarische Verarbeitung von KZ-Erfahrungen 1933-1994

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      Examensarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Sprache: Deutsch, Abstract: In meiner Arbeit habe ich mich mit fiktionaler und nichtfiktionaler KZ-Literatur beschäftigt. Hier entsteht das Problem eine Grenze zu ziehen, da oft beides ineinander übergeht. These ist, dass die Berichte, die eigentlich die Realität vermitteln wollen, sich nicht allzu sehr von der fiktionalen Literatur unterscheiden. Unbegreifliches zu beschreiben, benötigt immer eine Sprache, die sich von der normalen abhebt. Somit erheben sich die Berichtenden in die Welt der Literatur und bedienen sich literarischer Tropen. Gegenstand der Arbeit ist eben diese Wendungen, die in den Berichten auftreten, aufzudecken und sie mit denen aus der rein fiktionalen Literatur zu vergleichen. Nach intensiver Lektüre der Werke habe ich Themen ausgesucht, die nahezu in allen Berichten, Romanen und Erzählungen auftreten. Ein sehr interessantes Thema ist Idealisierung von Freundschaft und Liebe (II.2.2), das eigentlich nur in der fiktionalen Literatur, d.h. bei Feuchtwanger, Seghers und Weil, vorkommt. Dies bleibt in den autobiographischen Berichten aus, wohl weil es so etwas nicht gegeben hat.

      ' ...bis eines Tags es keinen Sinn mehr haben wird zu sagen: morgen."