Das Buch bietet eine affekttheoretisch fundierte Analyse des Reality TV und macht das komplexe Affektgeschehen zwischen Fernsehsendung, Medientechnologie und den Körpern der Zuschauenden empirisch sichtbar. Durch eine multiperspektivische Analyse werden die Strategien und Muster aufgezeigt, die Fernsehproduzent*innen zur Erzeugung von Affekten und Emotionen nutzen. Zudem wird beleuchtet, wie Inklusion und Exklusion im audiovisuellen Medientext körperlich spürbar werden und welche Spuren Affekte in den Körpern und Diskursen des Publikums hinterlassen. Auf den Ebenen Körper, Diskurse und Praktiken werden affektive Dynamiken der Aushandlung von Zugehörigkeiten untersucht. Diese Studie leistet einen methodisch und theoretisch innovativen Beitrag zur Affekt- und Emotionsforschung in der Kommunikationswissenschaft. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Themen wie die theoretischen Grundlagen von Emotionen und Affekten im Kontext medialer Kommunikation, den Forschungsstand zu Reality TV, das Forschungsdesign und die Methoden, die Emotionsarbeit der Produzierenden sowie die Analyse affizierender Register. Abschließend werden Muster der affektiv-diskursiven Aushandlung von Zugehörigkeiten und kultureller Partizipation im Kontext der Aneignung von Reality TV Formaten behandelt.
Margreth Lünenborg Volgorde van de boeken


- 2021
- 2013
Klassische Medien wie Rundfunk, Film und Fernsehen sind ebenso wie die „Neuen Medien“ Internet oder Computerspiele längst Gegenstand der Geschlechterforschung. Dieses Lehrbuch macht mit Begriffen, Theorien und Problemen des Feldes vertraut und befähigt Studierende, dies auf aktuelle Phänomene anzuwenden. Die Autorinnen stellen theoretische Modelle der Geschlechterforschung vor und beschreiben ihre Anwendung in der Medienforschung. Zentrale Begriffe werden erläutert und Fragen zur methodischen Anlage von Gender Media Studies diskutiert. Zahlreiche Fallbeispiele verdeutlichen den spezifischen Ertrag der Geschlechterforschung für die Medien- und Kommunikationswissenschaften. Zugleich liefern sie Material, um die konkrete Umsetzung von Forschungsfragen in eigene empirische Arbeiten zu erproben. Wie wandeln sich Geschlechterverhältnisse in Journalismus und PR? Wie lassen sich Medientexte in Zeitung, Fernsehen oder Internet analysieren? Das Buch integriert sowohl sozial- als auch kulturwissenschaftliche Perspektiven zum Verständnis von Geschlecht im gesamten Spektrum der Medienkommunikation.