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Birgit Sack

    Sächsische Gedenkstätten - 15: Verurteilt. Inhaftiert. Hingerichtet.
    Das Frauenzuchthaus Waldheim (1933-1945)
    Maria Grollmuß 1896-1944
    Tento dopis si nechte na památku na mě. Behaltet diesen Brief als Andenken an mich.
    • V nacistickém Německu bylo v Drážďanech mezi lety 1934-1945 popraveno 892 Čechoslováků, většina z nich se postavila proti německé okupaci. Dvojjazyčná česko-německá kritická edice obsahuje životopisy odsouzených a přibližně sto posledních dopisů, které mohli napsat příbuzným. Historikům Pavle Plaché a Birgit Sack se v rámci projektu Ústavu pro studium totalitních režimů ČR a Památníku Münchner Platz podařilo tyto dopisy dohledat a analyzovat. V úvodu zkoumají dopisy jako specifické historické prameny, přičemž se zaměřují na okolnosti jejich vzniku a obsahový rozbor. Odsouzení mohli napsat poslední dopis po zamítnutí žádosti o milost a byli informováni o čase popravy, což činí tyto dokumenty jedinečnými. Dopisy byly psány v rodném jazyce, což bylo privilegium, a podléhaly cenzuře, což vedlo k autocenzuře pisatelů. Většina autorů dopisů byla odsouzena kvůli účasti v protinacistickém odboji, ale někteří byli potrestáni za kriminální činy. Mnozí z odsouzených se necítili být vázáni přísnými hospodářskými nařízeními, a proto se v dopisech označovali jako nevinní. Německé justiční orgány často interpretovaly jejich delikty jako akt odporu proti okupaci.

      Tento dopis si nechte na památku na mě. Behaltet diesen Brief als Andenken an mich.
      4,5
    • Maria Grollmuß 1896-1944

      Biografische Annäherung und Erinnerungsnarrative

      Die spannende Lebensgeschichte einer Intellektuellen, geprägt von Revolution und Politik, Widerstand und Verfolgung. Die promovierte Historikerin Maria Grollmuß gehörte zu den wenigen Deutschen, die sich dem NS-Regime aktiv widersetzten. Aufgewachsen in einem bürgerlich-katholischen Elternhaus im Kaiserreich, endete ihr Leben mit nur 48 Jahren im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Birgit Sack gleicht die vereinnahmenden und interessegeleiteten Erinnerungsnarrative, die Maria Grollmuß zur katholischen Märtyrerin, sorbischen Patriotin, sozialistischen Kämpferin oder Verfechterin weiblicher Emanzipation stilisieren, mit ihren inneren Widersprüchen und dem wechselvollen äußeren Lebensweg ab. Als junge Frau entwickelte sie sich von einer enthusiastischen Anhängerin der neuen Republik zu deren entschiedener Kritikerin. Hier wie dort agierte sie wenig anpassungs- und kompromissbereit. Die erste wissenschaftliche Biografie über Maria Grollmuß bietet neue Einsichten in das Selbstverständnis der republiktreuen studentischen Organisationen, vermittelt Einblicke in die Verwerfungen innerhalb der stalinisierten KPD wie auch in die Feindbilder im sozialistischen Lager, die nach 1933 einem gemeinsamen Kampf gegen den Nationalsozialismus entgegenstanden.

      Maria Grollmuß 1896-1944
    • 2016 jährt sich die Aufnahme der ersten männlichen und weiblichen Insassen in das „Zucht-, Armen- und Waisenhaus“ im sächsischen Waldheim zum 300. Mal. Von 1886 bis 1950 bestand außerhalb der heutigen Anstaltsmauern ein separates „Weiberzuchthaus“, die später so genannte Abteilung II. Seit dem Kaiserreich zählte sie zu den größten und bedeutendsten Frauenstrafanstalten Deutschlands. Gab es einen spezifisch weiblichen Strafvollzug? Wie entwickelte sich der Strafvollzug an Frauen in der Waldheimer Anstalt während der nationalsozialistischen Diktatur? Diesen und weiteren Fragen geht Gabriele Hackl in ihrer überarbeiteten Masterarbeit nach. In einem zweiten Teil stellen Gabriele Hackl und Birgit Sack anhand der Biografien ausgewählter Häftlinge individuelles Erleben und die normativen Bedingungen ihrer Gefangenschaft in den Kontext ihres Lebenswegs. Auch einzelne Haftbeamtinnen werden vor dem Hintergrund ihrer Handlungsräume porträtiert.

      Das Frauenzuchthaus Waldheim (1933-1945)
    • Sächsische Gedenkstätten - 15: Verurteilt. Inhaftiert. Hingerichtet.

      Politische Justiz in Dresden 1933-1945, 1945-1957

      • 396bladzijden
      • 14 uur lezen

      Der Gebaudekomplex am Munchner Platz wurde von 1907 bis 1957 von der Justiz genutzt, davon fast 25 Jahre unter den Bedingungen ideologisch ausgerichteter Diktaturen. Die Gedenkstatte Munchner Platz Dresden erinnert an die dort wahrend der nationalsozialistischen Diktatur, unter der sowjetischen Besatzungsmacht nach 1945 und in den ersten Jahren der DDR begangenen Justizverbrechen und ihre Opfer. Die standige Ausstellung der Gedenkstatte 'Verurteilt. Inhaftiert. Hingerichtet. Politische Justiz in Dresden 1933-1945, 1945-1957' orientiert sich an den drei Funktionen als Gerichts-, Haft- und Hinrichtungsort. Die weitgehende Konzentration auf Dresden als 'Tatort' ist ein konstitutives Element der Ausstellung und soll den Besucherinnen und Besuchern Widerstand und Repression im wortlichen Sinne 'nahe' bringen. Neben einem konsequenten Ortsbezug nehmen Biografien der justiziellen Repression ihre Abstraktheit und machen sie in ihren konkreten Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Angehorigen erfahrbar. Der Katalog greift die chronologische und funktionale Struktur der Ausstellung auf, bildet sie aber nicht vollstandig ab. Er prasentiert eine Auswahl der Biografien und Ausstellungsobjekte. Zentrale Ausstellungsinhalte werden starker kontextualisiert und Hintergrunde aufgezeigt, die Biografien jenseits ihres funktionalen Bezugs in der Ausstellung erweitert und 'zu Ende' gefuhrt. Neuere, seit 2012 gewonnene Forschungsergebnisse wurden in den Katalog einbezogenn

      Sächsische Gedenkstätten - 15: Verurteilt. Inhaftiert. Hingerichtet.