Schule und digitale Kommunikationskultur
Antinomien des Lehrer*innenhandelns zwischen Privatheit und Professionalität
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Lehrer*innen, die über Messenger mit ihren Schüler*innen kommunizieren, waren vor der Coronapandemie wahrscheinlich ein umstrittenes Thema. Das Distance Learning erforderte neue Kommunikationswege, die auch nach der Pandemie nicht selbstverständlich sein werden. Während einige Lehrer*innen Vorteile in dieser Form der Kommunikation sehen, stellt sich die Frage nach den Kosten. Ist es notwendig, abends für Schüler*innen erreichbar zu sein, insbesondere für Probleme, die nicht mit der Schule zu tun haben? Zudem könnte man hinterfragen, ob diese Art der Interaktion als angemessen gilt und ob sie zu Grenzüberschreitungen führt. Diese und weitere Fragen sind bislang rechtlich, administrativ und empirisch weitgehend unbeantwortet geblieben. Diese Arbeit zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem sie untersucht, wie die Nutzung von Messengern bestehende Konzepte von Privatheit, Beziehungen zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen sowie den schulischen Raum beeinflusst. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Themen wie die betriebliche Gemeinschaft als Norm, die Rolle der arbeitenden Personen als Kritiker, die Methoden der Erkenntnisproduktion, Berichte von Arbeitern, die kritische Prüfung der betrieblichen Gemeinschaft sowie die praktischen Konsequenzen der Kritik. Das Fazit thematisiert den Übergang von einer Entwertungsdiagnose hin zu einer praktischen Aufwertung.
