„Hätte ein einziger Mensch an seiner Seite alles verändern können?“ Zwei Jungen. Eine Stadt. Zwei Welten, die sich niemals hätten berühren dürfen – und doch untrennbar verbunden sind. Leipzig in der Nachkriegs-DDR: Während der junge Achim nach dem Verlust seiner Familie in die unerbittlichen Mühlen des staatlichen Heimsystems und schließlich in die Haftanstalten von Torgau und Chemnitz gerät, wächst sein Klassenkamerad Jochen wohlbehütet auf. Adoptiert von seinem Onkel, einem einflussreichen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, genießt Jochen den Schutz eines Systems, das Achim zu zerbrechen droht. Doch was passiert, wenn die Wurzeln des Unglücks auf den unbändigen Willen zum Überleben treffen? Dieses Buch ist mehr als eine Chronik über Verrat und die erdrückende Macht der Überwachung. Es ist die Geschichte einer beeindruckenden Selbstbehauptung. Achim findet die Kraft, sein Schicksal neu zu schreiben – vom stigmatisierten Häftling zum stolzen Busfahrer auf den Straßen, die ihn einst gefangen hielten. Eine fesselnde Spurensuche nach der Frage: Bestimmt unsere Herkunft unseren Weg, oder können wir die Schatten der Vergangenheit hinter uns lassen? „Eine Stimme gegen das Vergessen: Die Geschichte einer verlorenen Kindheit im Schatten der Stasi.“
Hans-Joachim Schumann Boeken


Ein heute trockener Alkoholiker beschreibt seinen Leidensweg vom extensiven Trinker bis zu einem Zeitpunkt, als ihm bewusst wurde, dass er etwas dagegen tun musste, weil ansonsten ein steiler sozialer Abstieg nicht mehr aufzuhalten war. Die sich anschließende Therapie war keinesfalls ein Spaziergang. Sie erwies sich als harte Schule für sein weiteres Leben. Der Wille war da, doch wie ging es weiter? Die zurückliegenden 15 Jahre als Staubtrockener unterstreichen den Lohn seines Vorhabens, sich 2011 als Alkoholsüchtiger geoutet zu haben.