Die Marburger Stadtgesellschaft in der frühen Neuzeit. Schichten, Strukturen und Institutionen.
- 142bladzijden
- 5 uur lezen
Im Mittelpunkt dieser Sozialgeschichte Marburgs im 17. und 18. Jahrhundert stehen die „einfachen“ Einwohner, verortet sowohl in ihrem lokalen und regionalen Umfeld als auch in den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Institutionen, die sie prägten und die von ihnen mitgeprägt wurden. Dieser „Blick von unten“ nimmt die Perspektiven der Kaufleute, Krämer und Handwerker in der Universitätsstadt ein: ihre Erwartungen in Bezug auf die Universität, ihr Verhältnis zu den Studenten und den „gelehrten“ Eliten der Universität sowie in Bezug auf die landgräfliche Verwaltung, auf ihre eigenen Ausbildungsmöglichkeiten sowie ihre Einstellung gegenüber der jüdischen Bevölkerung und der nichtbürgerlichen Unterschicht. So liegt der Fokus nicht auf dem alltäglichen Leben dieser Gruppen, sondern vielmehr auf ihren Positionen in den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Strukturen der Stadtgesellschaft. In diesem Sinne gewährt eine Analyse der „gemeinen Bürgerschaft“ eine umfassende Betrachtung der korporativen Sozialordnung Marburgs in der frühen Neuzeit.
