Jacques Chessex was een Zwitserse dichter en romanschrijver wiens werk wordt gekenmerkt door een diepe interesse in de menselijke psyche en morele dilemma's. Hij verrijkte zijn teksten met poëtische beeldspraak en indringende introspectie, waarmee hij een plaats verwierf onder de belangrijkste Franstalige auteurs. Zijn schrijven verkent vaak de donkere kanten van de menselijke natuur en de complexiteit van interpersoonlijke relaties. Chessex' unieke stijl en de diepgang van zijn werken hebben een onuitwisbare indruk achtergelaten in de literatuur.
Een vredig Zwitsers stadje gaat in 1942 nog steeds gebukt onder de gevolgen van de crisis van de jaren dertig; een groot deel van de werkeloze bevolking is vatbaar voor een reeds latent aanwezig antisemitisme.
Der Goncourt-Preisträger Jacques Chessex erzählt die Geschichte einer Adoption, die, als gute Tat gedacht, sich in einen Fluch verwandelt. Alexandre Dumur, Schriftsteller, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, lebt in friedlicher Zurückgezogenheit mit seiner Frau Anne auf einem alten Landsitz in der Westschweiz. Bis zu dem Tag, an dem Louis, dreizehnjährig, als Adoptivsohn zu ihnen kommt. In der besten Absicht, das Unrecht, das ihm das Schicksal zugefügt hat, wiedergutzumachen, erliegen die Adoptiveltern und andere Menschen ihrer Umgebung der Faszination und der Verführung, die von Louis ausgeht. Alexandre erzählt die einzelnen Stationen dieser Verdammnis. Immer wieder wird der Sieg der dämonischen Leidenschaften und der Begierde, die gleich einem dunklen Sog alles Geschehen absorbieren und alle Figuren mit dem gleichen Bann belegen, mit sprachlicher Intensität heraufbeschworen. - 'In diesem Roman zelebriert Chessex die zerstörerische und selbstzerstörerische Macht des Eros.' (Viceversa Literatur)
„Den Vater vernichten. In ein Häufchen Asche am Grunde einer Urne auflösen. Wie Sand. Staub, namenlos und ohne Stimme.“ Am Tag der Kremation seines Vaters durchströmt Jean Calmet, Lateinlehrer in Lausanne, ein Gefühl der Erleichterung, mehr noch: der Befreiung. Endlich ist der vor Leben strotzende Koloss, der seine Jugend zerstört hatte, gebannt. Einst hatte der Patriarch die ganze Familie beherrscht, seinen Sohn verhöhnt und gedemütigt, um die eigene Macht und Potenz zu demonstrieren. Ja, er war selbst nicht davor zurückgeschreckt, Jeans erste zarte Jugendliebe zu verführen. Doch das Gefühl ist trügerisch: Der Vater ist nicht tot. Das Bild seiner übermächtigen Gestalt verfolgt den Sohn unerbittlich überallhin, nimmt immer monströsere Züge an und raubt ihm schließlich jede Lebenskraft. Chessex' berühmtes sprachgewaltiges Werk, „eines der bedeutendsten psychologischen Erzählwerke gegenwärtiger Sprachkunst“ (Die Tat), wurde virtuos von Marcel Schwander ins Deutsche übertragen.
Mona Jacques Chessex schrieb die Schweizer Version des Professor Unrat (...) mit sehr viel Einfühlsamkeit für die Leiden eines von den Leidenschaften gepeitschten Mannes.<Welt am Sonntag
Es ist ein frischer, sprudelnder Fluss, gesäumt von Weiden und großen, von der Sonne gewärmten Sträuchern... Auf dem Moos, das seine Ufer bedeckt, ruht der Körper eines Mädchens. Nackt. Das Gesicht mit einem Tuch bedeckt, die Oberschenkel mit Blut beschmiert. Der Postbote fand sie dort. Er erkannte sie sofort, die kleine Roque, unschuldiges Opfer eines barbarischen Erwachsenen... Wer konnte ein solches Verbrechen begehen? Ein Streuner, ein Vagabund? Ein Nachbar, ein Freund? Vielleicht derjenige, den man niemals verdächtigen würde... "Wer weiß? Jeder ist dazu fähig. Jeder im Allgemeinen und niemand im Besonderen..." Zwischen Nacht und Licht, Grausamkeit und Erlösung, sieben fesselnde Erzählungen, über denen der erschreckende Schatten des Todes schwebt...
Im Jahr 1814 sitzt der 74-jährige Schriftsteller Marquis de Sade in der geschlossenen Abteilung einer Pariser Irrenanstalt. Aber weder das Gefängnis noch sein Alter hindern ihn daran, die Welt weiterhin in Empörung und Schrecken zu versetzen. Jacques Chessex erzählt mit Witz und Derbheit die letzten Monate de Sades - und wie dessen Schädel, als Reliquie verehrt, eine kuriose Reise durch die Jahrhunderte zurücklegte. Der Autor aus der Schweiz liefert das beeindruckende literarische Porträt eines der faszinierendsten und anstößigsten Helden der Aufklärung in Frankreich.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts treibt im kleinen Dorf Ropraz im waadtländischen Jorat ein bestialischer Leichenschänder sein Unwesen. Die Bevölkerung des ganzen Landstrichs ist in Aufruhr; Angst und Wut brauchen einen Schuldigen. Jacques Chessex hat mit einer so akribischen wie stilistisch geschliffenen Rekonstruktion des historischen Falls einen erstklassigen Schauerroman geschrieben.
Aus Gedanken, Träumen und Beobachtungen und mit einer eigenwilligen, ausdrucksstarken Sprache baut Chessex ein Bilderbuch seines Heimatkantons auf. Dieses umfassende Portrait der Waadt ist eines der aussergewöhnlichsten Bücher aus der Schweizer Literatur der siebziger Jahre.(Quelle: Umschlagtext).
Ein unkonventioneller Fuchs rebelliert gegen die allgemeine Begeisterung. Er wird nicht zum Mond fliegen. Mögliche Erweiterung: die Eroberung des Weltraums und Überlegungen zum Thema Traum und Handlung. Eine moderne Version des Roman de Renart ...
Quel est l'homme de 74 ans enfermé dans l'hospice de Charenton, au printemps 1814, qui a commis tant de crimes et semble ne se repentir en rien ? Fuyard, brûlé en effigie, rescapé, embastillé, sodomite. blasphémateur, soupçonné d'inceste, et pourtant encore là, bouillant d'idées et d'ulcères, désireux de poursuivre l'oeuvre de chair. Quel usage Mademoiselle Madeleine Leclerc fait-elle de ses 16 ans, de son corps efflanqué, vicieux ? D'où viennent ces hurlements ou ces soupirs ? A quoi l'isolement contraint-il ces libertins en chambre ? N'aurait-il pas au moins peur de la mort, où " chacune de ses paroles, chacun de ses actes résonne plus fort " ? Cet homme se nomme Donatien-Alphonse de Sade. Il meurt en décembre 1814, sa tombe au cimetière de Charenton sera ouverte en 1818, et son crâne, " ornement lui-même, de magie intense, de hantise sonore ", passe dans les mains du docteur Ramon, le jeune médecin qui le veilla jusqu'à la mort. Relique, vanité, rire jeté à la face de toutes choses, effroi érotique, le crâne de M. de Sade roule d'un siècle à l'autre, incendiant, révélant et occupant le narrateur de ce roman.
Der Vater ist tot, doch das Bild seiner übermächtigen Gestalt verfolgt den Sohn unerbittlich überallhin, nimmt immer monströsere Züge an und raubt ihm schliesslich jede Lebenskraft. Für>Der Kinderfresser<erhielt Jacques Chessex als erster und bislang einziger Schweizer den Prix Goncourt!