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Andrea Woeldike

    Antisemitismus - die deutsche Normalität
    Initiative Sozialistisches Forum: Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten
    • Initiative Sozialistisches Forum: Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten

      Über Israel und die linksdeutsche Ideologie

      • 195bladzijden
      • 7 uur lezen

      Hundert Jahre nach Theodor Herzl und dem Basler Zionistenkongreß ist Israel zur liebsten Projektionsfläche der deutschen Ideologie geworden. Staatstragende Philosemiten wie oppositionelle Antizionisten behaupten unisono, dieser Staat sei etwas Besonderes, Einzigartiges, Außergewöhnliches. Das Besondere an Israel aber ist nur die Kehrseite des einzigartigen Ereignisses des Massenvernichtung, aus der niemand, weder die Philosemiten noch die Antizionisten, die Konsequenz zu ziehen bereit ist. Es ist diese kollektive Verdrängung, die in den Projektionen ausagiert wird – nicht zuletzt von links. »Der Antisemitismus, den die bürgerlichen Gesellschaften im Innern notwendig erzeugen, drückt sich auch geopolitisch aus. Als bürgerliche Gesellschaft der Juden in Nahost ist Israel dadurch in eine Zwangslage geraten, als Staat eine unfreiwillige Reprise der klassischen, aus dem Mittelalter bekannten Rolle des Schutzjuden aufzuführen, nur diesmal, zum Glück, nicht unbewaffnet. Von der BRD zwecks Wiedergutmachung nicht der Vernichtung, sondern der Nation einstweilen hofiert, von den USA bislang subventioniert, als einzige bürgerliche Demokratie im sog. Trikont vom Westen privilegiert, ist Israel doch zugleich völlig von den strategischen Interessen der amerikanischen Weltmarktpolizei abhängig. Israels ›Privilegierung‹ ist die genaue Kehrseite seiner existentiellen Bedrohung. Die Projektionen der deutschen Ideologie auf Israel haben mit Israels politökonomischer Konstitution wie mit den tatsächlichen Konditionen seiner Existenz im Nahen Osten so wenig gemein wie der Antisemitismus mit dem Objekt seiner Liquidationssehnsüchte. Charakter und Inhalt dieser Projektion vereinen die Deutschen aller Fraktionen zur Volksgemeinschaft im Wartestand.«

      Initiative Sozialistisches Forum: Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten
    • Antisemitismus - die deutsche Normalität

      Geschichte und Wirkunsweise des Vernichtungswahns

      • 287bladzijden
      • 11 uur lezen

      »Die konkrete deutsche Tat Auschwitz ist in ihrer Singularität zu begreifen, ohne das Band zur bürgerlichen Kälte und zur Totalität spätkapitalistischer Vergesellschaftungsformen ganz zu zerschneiden.« 1. Verleugnete Kontinuität – zur Geschichte des Antisemitismus Hans Steidle: Vorindustrielle Judenfeindschaft am Beispiel Würzburgs Rainer Bakonyi/Andrea Woeldike: Judenhaß – 30 Silberpfennige christlich verzinst und deutsch eingetrieben Lutz Hoffmann: Der Antisemitismus als Baugerüst der deutschen Nation Rainer Bakonyi: Überlegungen zu Emanzipation, Assimilation und Antisemitismus Andrea Woeldike: Kapitalismus und deutscher Wahn Gerhard Scheit: Struktureller Antisemitismus: Martin Heidegger 2. Reflexionen zu Auschwitz Rainer Bakonyi: NS-Deutschland und die Ermordung der Juden Europas Lars Rensmann: Dialektik des Antisemitismus. Zu Elementen und Ursprüngen der nationalsozialistischen Judenverfolgung Gerhard Scheit: Immer das Selbe. Über Hannah Arendt und Martin Heidegger Zu Sartres »Überlegungen zur Judenfrage« Rainer Bakonyi : Zwischen Schlußstrich und heimlichem Stolz auf den längsten Schatten. Die deutsche Geschichtswissenschaft auf dem Weg zur normalen Nation Ines Kuth/Andrea Woeldike: Antisemitismus und Nationalsozialismus. Zu Moishe Postones »theoretischen Skizzen« Holger Schatz/Andrea Woeldike: Nationalisierung der Arbeit, Antisemitismus und Vernichtung 3. Das Fortleben des Antisemitismus in der postfaschistischen Demokratie Wolfgang Pohrt: Vielleicht war das alles erst der Anfang. Über das Tagebuch aus dem KZ Bergen-Belsen von Hanna Lévi-Hass Katja Leyrer: Experiment in Germany – Saul K. Padovers Protokolle aus dem besiegten Nazi-Deutschland Karin Übelacker/Michael Weiß: Die fünfziger und sechziger Jahre Thomas Haury: Der Antizionismus der Neuen Linken in der BRD. Sekundärer Antisemitismus nach Auschwitz Karin Übelacker/Martin Semmel: Antisemitismus im neuen Deutschland Justus Wertmüller: Ein Steinmetz Tjark Kunstreich: Das gleiche Pack – Aus dem Antifa-Sommer 2000 Tjark Kunstreich: »Wie kann man da nicht Kommunist sein?« – Ein Gespräch mit Peter Gingold über Antisemitismus und Befreiung

      Antisemitismus - die deutsche Normalität