Die Patienten zeigen sehr unterschiedliche Lebensläufe, die wenig Gemeinsamkeiten aufweisen, abgesehen vom Drogenkonsum und dessen Folgen. Während der Entwöhnungsbehandlung beschäftigen sie sich mit ähnlichen Themen und teilen Parallelen in ihrer Sicht auf Rehabilitation. Alle sind dankbar für die Möglichkeit einer Rehabilitationsbehandlung mit laufender Substitutionstherapie, wobei positive Effekte in psychischen, physischen und sozialen Bereichen von Anfang an beschrieben werden. Die Hoffnung auf eine weitere Steigerung dieser positiven Effekte nach der Abdosierung ist weit verbreitet. Der Zustand „frei von Substituten“ wird eng mit bürgerlichen Lebensidealen verknüpft, wobei Substitute von den Patienten als „Opiate“ betrachtet werden. Sie identifizieren sich nicht mit der Drogenmilieu-Subkultur, sondern vertreten Werte, die an klassischer Arbeitsethik oder bürgerlichen Familienvorstellungen orientiert sind. Die Patienten erkennen teilweise die Vorbehalte ihrer Mitpatienten und teilen deren Überzeugungen. „Frei von Substituten“ wird als klare Veränderung angesehen, die mit einem verbesserten „Status“ verbunden ist. Patienten, die das Ziel der Abdosierung erreicht haben, sind zufrieden, merken jedoch, dass nur Teilziele erreicht wurden. Der Abdosierungsprozess fördert die Selbstreflexion und den Austausch mit anderen, wobei die Gemeinschaft als hilfreich empfunden wird. Konkrete Therapiemaßnahmen und gesundheitliche Fragestel
Christian Remmert Volgorde van de boeken (chronologisch)
