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Ellen Spaniel

    Goldprinzessin
    • Goldprinzessin

      Ein kurioser Kriminalfall in der preußischen Hauptstadt Berlin zur Biedermeierzeit - mit Illustrationen

      • 260bladzijden
      • 10 uur lezen

      1835 gab es einen Skandal in Berlin, als eine Hochstaplerin enttarnt wurde, die die heiligsten Institutionen des Staates, Adel und Königtum, für ihre Zwecke missbrauchte. Die unter 25-jährige Frau hielt die preußische Hauptstadt zwei Jahre lang mit ihrem kometenhaften Aufstieg, ihrem glänzenden Lebensstil und wechselnden Liebschaften in Atem. Diese „Goldprinzessin“ setzte alles aufs Spiel, um ihr Leben in vollen Zügen zu genießen: reich, bewundert und geliebt. Als der Traum endete, bedauerte sie nichts; sie hatte ihr Vergnügen ausgelebt und den Berliner Volkswitz genährt, indem sie den preußischen Untertanengeist verspottete. Die Grundlage des Romans bildet ein Bericht von Willibald Alexis und Julius Eduard Hitzig über die Charlottenburger „Goldprinzessin“, veröffentlicht in ihrer ab 1842 erscheinenden Sammlung merkwürdiger Rechtsfälle. Am 21. Mai 1836 wurde das Urteil gegen Henriette W. verkündet. Der tragikomische Fall reflektiert grotesk ein Stück deutscher und speziell Berliner Kulturgeschichte. Obwohl er zur Kriminalgeschichte des 19. Jahrhunderts gehört, hat er auch Bezüge zur Gegenwart. Eine moderne Jette Wildhauser wäre heute Dauergast in Talk-Shows und bei Promi-Events, während ihre Eskapaden die Klatschreporter beschäftigen würden. Auch Leserinnen, die sich für die Affären der Blaublütigen interessieren, könnten in der Geschichte eine Amalie Niemann finden, das verlachte, betrogene Opfer.

      Goldprinzessin