Sie haben keine Lobby, kaum öffentliche Unterstützung. Sie wurden Opfer in der DDR und sind es heute, über Jahrzehnte traumatisiert, noch immer. Rund 300.000 Kinder und Jugendliche kamen über die Jahre in der DDR in Erziehungsheime. Zum Teil ohne Wissen der Eltern oder gegen deren Willen sollten sie, begleitet von massiven Übergriffen, in diesen Heimen 'umerzogen' werden. Wer aufbegehrte, erlebte Gewalt. Wer rebellierte, wurde verlegt. Wer gegen die 'Regeln' verstieß, kam in den Jugendwerkhof. Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau, der einzige dieser Art in der DDR, wurde von seinen Insassen als Hölle erlebt und hat sich angesichts der erfahrenen Misshandlungen tief in die Seelen junger Menschen eingebrannt. In diesem Buch berichten Betroffene zum Teil erstmals ausführlich über das Erlebte, und sie offenbaren geradezu schockierende Details. Dabei wird deutlich, dass das in Torgau praktizierte Regime keine Ausnahme, sondern Teil eines perfiden Systems war. Denn auch Erziehung hinter Gittern konnte nicht leisten, was eine ganze Gesellschaft nicht vermochte: Nonkonformität zuzulassen. Insofern ist dieses Buch ein Lehrbuch, ein Buch gegen das Vergessen. Mit einem Nachwort des Bürgerrechtlers Stephan Hilsberg.
Nicole Glocke Boeken
Nicole's reis in het vertellen begon met de ontdekking van verborgen romantische romans, wat een levenslange passie voor het creëren van verhalen aanwakkerde. Haar werk duikt diep in het hart van romantische verhalen, gedreven door een verlangen om verhalen te creëren die diep resoneren bij lezers. Ze blinkt uit in het weven van verhalen vol diepe emotie en meeslepende personages, en zorgt ervoor dat elke vertelling boeit en betovert. Haar aanpak is gericht op meeslepende storytelling, en biedt een onvergetelijke ervaring met elk boek.



In den Fängen von StB, MfS und CIA
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Eugen Mühlfeit, ein unkonventioneller Sudetendeutscher, wird durch den Prager Frühling 1968 politisch geprägt und tritt in Opposition zur poststalinistischen Diktatur. Er plant, nach West-Berlin zu fliehen, wird jedoch am Bahnhof Friedrichstraße festgenommen und der tschechoslowakischen Staatssicherheit übergeben. Dort wird er verurteilt und in die Psychiatrie eingewiesen. Nach seiner Entlassung findet er seinen Platz in der inoffiziellen Prager Musiker- und Literatenszene, wo er Václav Havel trifft und sich an einem riskanten Bildertransfer zwischen Ost und West beteiligt, um verfolgte Künstler der 'Charta 77' zu unterstützen. Dies zieht die Aufmerksamkeit der Geheimdienste auf sich. Bei einem weiteren Fluchtversuch wird Mühlfeit von der Stasi aus West-Berlin entführt und nach Prag zurückgebracht. In tschechoslowakischen Gefängnissen kämpft er ums Überleben und wird nach zwei Jahren brutaler Folter als körperlich gebrochener Mann entlassen. Bis heute fordert er Entschädigung. Diese außergewöhnliche Lebensgeschichte schildert den Freiheitswillen und dessen brutale Unterdrückung, sowie die Herausforderungen der Oppositionsarbeit im Kalten Krieg und thematisiert Eigensinn, Traumatisierung und Menschlichkeit.
Am 18. Januar 1979 flüchtet der Oberleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit Werner Stiller in die Bundesrepublik Deutschland. Mit sich führt er zwei Koffer geheimer Unterlagen, durch die kurz darauf mehrere Westagenten enttarnt werden. Unter ihnen ist der Vater von Nicole Glocke, Mitarbeiter in den Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerken. Er wird verhaftet, für die Neunjährige bricht eine Welt zusammen. Über zwei Jahrzehnte später unternimmt die Tochter den Versuch, sich mit den Motiven ihres Vaters auseinanderzusetzen. Doch dieser verweigert die notwendigen Informationen, und die Akten über ihn sind vernichtet. Ihre Recherchen richten sich deshalb zunehmend auf den Mann, der das Trauma ihrer Kindheit ausgelöst hat, Werner Stiller. Sie sucht die Begegnung mit ihm und findet so den Kontakt zu seiner Tochter Edina, die Stiller mit seiner Familie in der DDR zurückgelassen hat. Die rasch wachsende Vertrautheit zwischen den etwa gleichaltrigen Frauen führt zu einem schonungslosen Rückblick auf ihre Vergangenheit und auf die Väter. Sie fühlten sich getäuscht und verlassen und waren lange Zeit gezwungen, sich der Lüge und dem Schweigen zu beugen. Das hat ihr Leben auf unterschiedliche Weise geprägt. Nunmehr versuchen sie, den eigenen Standort zu bestimmen und ohne die Väter ihr wahres Leben zu finden.