Wissenschaft im Widerstreit
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Über die Beziehung des Menschen zur lebendigen Natur
Fortschritt und neue Erkenntnisse bringen nicht nur Gewinne, sondern verursachen immer auch Kosten. Hubert Markl, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, plädiert trotzdem gegen den in Deutschland weitverbreiteten Zukunftspessimismus. Er argumentiert für verantwortungsbewußte Wissenschaft und Forschung als Bedingung für das Überleben der Menschheit.
Es ist meist ein zufälliger Anlass, der zur Entstehung eines Werkes dieser Art führt. Vor mehreren Jahren hielten einige Kollegen an der Technischen Universität München eine Ringvorlesung über Biophysik, an der Physiker, Chemiker, Biochemiker und Biologen teilnahmen, um die physikalisch orientierten Prinzipien ihrer Disziplinen darzustellen. Aus dieser Vorlesung ist dieses Buch hervorgegangen, allerdings in erweiterter Form und mit neuen Autoren. Biophysik ist ein Grenzgebiet, in dem präzise Definitionen schwer zu finden sind. Um Biophysik zu betreiben, sind Grundkenntnisse in Biologie, Physik, physikalischer Chemie, Chemie und Biochemie erforderlich. Dies wirft die Frage auf, ob Studenten auf die Literatur dieser Nachbargebiete verwiesen werden sollten, was die Auswahl des Wissensstoffes ihnen überlassen würde. Wir sind der Meinung, dass es nützlicher und zeitsparender ist, wenn der ausgewählte "Zusatzwissensstoff" in konzentrierter Form im Rahmen der Biophysik-Vorlesung angeboten wird. In diesem Buch finden sich Beiträge zur Struktur und Funktion der Zelle, zum chemischen Bau biogener Makromoleküle sowie zur theoretischen Chemie. Das Bild der Biophysik hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt.