Französischer Autor (1913 - 2005). - Das Seil, 1947 entstanden, ist eine Folge von Reflexionen und Erinnerungen Simons, führender Vertreter des Nouveau roman, Literatur-Nobelpreisträger 1985 - an Stationen seines Lebens vom spanischen Bürgerkrieg bis zum 2. Weltkrieg als Kriegsgefangener in Deutschland
The explosion will not happen today. It is too soon ... or too late.First published in English in 1968, Frantz Fanon's seminal text was immediately acclaimed as a classic of black liberationalist writing. Fanon's descriptions of the feelings of inadequacy and dependence experienced by people of colour in a white world are as salient and as compelling as ever. Fanon identifies a devastating pathology at the heart of Western culture, a denial of difference, that persists to this day. His writings speak to all who continue the struggle for political and cultural liberation in our troubled times.
Nichts in Frankreich kann der betagten Tatjana Iwanowna den geliebten russischen Winter ersetzen. Während sie in Gedanken noch in der Heimat weilt, stürzen sich die Jüngeren der Emigrantenfamilie atemlos in das Pariser Leben. – Irène Némirovsky (1903–1942), die in den 1920er-Jahren zum Star der französischen Literaturszene avancierte, bezaubert mit einer atmosphärisch dichten Herbstgeschichte.
Freunde, Geld, Follower und die große Liebe. Scarlett Moore führt ein perfektes Leben und muss sich um nichts sorgen. Doch ein Abend ändert alles. Hals über Kopf muss sie aus ihrer heilen Welt fliehen und landet mitten in der Nacht vor der Tür ihres Bruders Ethan, mit dem sie seit drei Jahren kein Wort gesprochen hat. Zac ist alles andere als begeistert, dass sich die kleine Schwester seines besten Freundes auf einmal in deren WG und Leben einmischt. Ihm wäre es recht, wenn sie sofort wieder verschwinden würde, und das zeigt er ihr auch deutlich. Während Scarlett versucht, in ihrem neuen Leben zurechtzukommen und sich gegen den Mitbewohner ihres Bruders zu behaupten, holt die Vergangenheit sie mit aller Macht ein und droht sie zu überwältigen. Doch ausgerechnet Zac ist derjenige, der für sie da ist und die Wahrheit über Scarletts Flucht erfährt. Während aus der anfänglichen Abneigung so etwas wie Freundschaft entsteht, müssen die beiden erkennen, dass Gefühle sich nicht immer an Regeln halten ...
Im ersten Band von Mythologica untersucht Lévi-Strauss anhand eines Bororo-Mythos rund 200 Mythen des tropischen Amerika. Er analysiert, ob Gegensatzpaare wie roh und gekocht, die in diesen Mythen zentral sind, etwas über deren Struktur und den unbewussten Geist verraten, der in ihnen wirkt.
In diesen »Überlebensübungen« rekapituliert Jorge Semprún die prägenden Situationen und Erfahrungen seiner frühen Jahre. Er fragt: Wie kann einer überleben, der jeden Moment damit rechnen muss, verhaftet zu werden? Und nicht nur überleben, sondern überdies politisch handeln, verschiedene Missionen als Kämpfer der Résistance ausführen, und zwar in beständiger Todesgefahr? Dabei rückt Semprún eine Erfahrung in den Mittelpunkt, die den moralischen Glutkern seines gesamten späteren Denkens und Schreibens bilden sollte – die Erfahrung der Folter. Mit unverstelltem Blick für das Schlimme nähert sich Semprún diesen qualvollen, nicht erzählbaren und deshalb umso bedrohlicheren Momenten seiner Vergangenheit, in Andeutungen und Evokationen von bleibenden Schreckensreflexen. Und behauptet so – auch dies eine fundamentale Einübung ins Überleben – die unveräußerliche Würde des Einzelnen gegen den menschenverachtenden Lärm, den Furor der Geschichte.
Frankreich, 1919. Auf einem Soldatenfriedhof sucht eine Witwe mit ihrem Sohn das Grab ihres Mannes, eines gefallenen Offiziers. Zwanzig Jahre später wird der Sohn selbst in den Krieg eingezogen, auf dem Weg zur Front führt er sich sein Leben vor Augen: Er war Anarchist, Partisane im Spanischen Bürgerkrieg und schließlich Kavallerist wie der Vater – immer in Uniform, nie er selbst. Und nun befürchtet er zu sterben, ohne wirklich gelebt zu haben. Mehrmals wird sein Regiment angegriffen, und er gerät mit den wenigen Überlebenden in deutsche Gefangenschaft. Jahre später, nach erfolgreicher Flucht, blickt der Protagonist auf die Akazie vor seinem Fenster und beginnt, sein Leben aufzuschreiben. In seinem wohl persönlichsten Buch erzählt Claude Simon die eigene Lebens- und Familiengeschichte. Als Sohn vergegenwärtigt er, stellvertretend für den Vater und für zwei Generationen, das Trauma des Krieges. Gleichzeitig reichen die Schilderungen weit über eine autobiografische Spurensuche hinaus. Mit den Mitteln der Sprache leistet Simon Widerstand gegen die Sinnlosigkeit der Gewalt und beschwört dabei Erinnerung als Grundbedingung menschlichen Daseins. Seit dem Erscheinen von Das Gras (1958) galt Simon als einer der wichtigsten Vertreter des Nouveau Roman, der sich von den traditionellen Erzählformen des 19. Jahrhunderts abwandte und die europäische Literatur der Nachkriegszeit entschieden prägte. Beeinflusst von Paul Cézanne übernahm Simon Techniken der Malerei und schuf so erste literarische Collagen. Nicht zuletzt für diese innovatorische Kraft wurde er 1985 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.