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Bookbot

Rainer Zoll

    Arbeitslose und Gewerkschaft
    Ein neues kulturelles Modell
    Alltagssolidarität und Individualismus
    Ostdeutsche Biographien
    Der Doppelcharakter der Gewerkschaften
    Was ist Solidarität heute?
    • Ein neues kulturelles Modell

      Zum soziokulturellen Wandel in Gesellschaften Westeuropas und Nordamerikas

      Die Individualisten des neuen kulturellen Modells dokumentieren mit ihrer Absage an Selbstverleugnung, an Leistung um ihrer selbst willen und an Rollenzwangen nicht nur den Verfall der traditionellen Ethik der Moderne, sie formulieren auch eine Kritik aller mit dieser Ethik verbundenen Utopien, die die Erfullung menschlichen Glucksstrebens in einer fernen Zukunft versprechen. Selbstverwirklichung, das zentrale Anliegen dieser in Westeuropa meist noch jungen Individualisten, muss im Hier und Jetzt stattfinden, sie kann nicht aufgeschoben werden. Die Antwort auf die Frage, ob eine bestimmte Aktivitat fur sie selbst Sinn macht, gar ihrem Leben Sinn gibt, wird zum entscheidenden Beurteilungskriterium, Kommunikation zum Medium der Sinn-Suche.Die Bremer Forschungsgruppe um Rainer Zoll hatte im "Nicht so wie unsere Eltern!" zum Abschluss ihrer Untersuchung der "Arbeitsorientierungen von Jugendlichen" vorsichtig die Hypothese aufgestellt, dass bei den Jugendlichen ein tiefgreifender sozio-kultureller Wandel stattfindet, der das Verhaltnis der Individuen zu sich selbst und zur Gesellschaft verandert. Diese Hypothese fand eine uberraschende und eindrucksvolle Bestatigung durch den Vergleich mit Forschungsergebnissen aus anderen Landern Westeuropas und Amerikas. Da lag es nahe, den Vergleich in einem internationalen Symposium zu vertiefen, dessen Ergebnisse hier vorgelegt werden."

      Ein neues kulturelles Modell
    • „Nicht so wie unsere Eltern!“ Ein neues kulturelles Modell? Wenn wir mit Eltern von Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren sprechen und sie nach ihren Erfahrungen in der Jugend fragen, berichten sie oft von unkomplizierten Treffen mit Freunden. Sie einigen sich schnell auf eine Uhrzeit und einen Ort, beispielsweise um 20 Uhr im Cafe Bauer, und der Abend endet oft spät in der Nacht in einem anderen Lokal. Im Gegensatz dazu schildern sie, wie die Verabredungen ihrer Kinder heute ablaufen: Ein intensiver kommunikativer Prozess mit vielen Ungewissheiten beginnt oft schon am Nachmittag. In der Clique wird telefoniert, es gibt Vermutungen und Vereinbarungen, und die Kommunikation zieht sich oft bis spät in die Nacht, bevor die Gruppe sich schließlich trifft. Wenn Britta noch fehlt, fährt Peter, der den meisten Kontakt zu Brittas Freund Ingo hat, mit seinem Auto los, um sie abzuholen, wobei Ingo ihn begleitet. Diese Form der Kommunikation, die früher unkompliziert war, hat sich verändert; sie ist nun komplexer und oft mühsam, macht aber auch Spaß, wenn sie schließlich gelingt.

      "Nicht so wie unsere Eltern!"