Innerhalb der römischen Kaiserzeit gilt die Regierung Diokletians (284 – 305 n. Chr.) als ein Wendepunkt, der die Spätantike einleitete. Gewürdigt wurde vor allem seine umfassende Reformtätigkeit im zivilen wie militärischen Bereich des römischen Staates, doch beruhte diese im wesentlichen auf konsequenten Schlußfolgerungen aus den Fehlern der Vergangenheit. Der Aufstellung neuer Truppeneinheiten stand die Verkleinerung der bestehenden gegenüber, die Konzentration des Militärs an den Reichsgrenzen ging einher mit dem Ausbau des Festungsgürtels an allen limites. Steuer-, Währungs- und Preissystem wurden neugefaßt, die Provinzen verkleinert, ihre Verwaltung intensiviert und das Truppenkommando eigenen Befehlshabern vorbehalten. Der Bau neuer Residenzen außerhalb Roms zeigt besonders manifest den Strukturwandel und die Selbstdarstellung der am Ende vier Kaiser innerhalb eines neuartigen Herrschaftssystems.
Wolfgang Kuhoff Boeken



Das Zeitalter Diokletians und Konstantins
Bilanz und Perspektiven der Forschung. Festschrift für Alexander Demandt
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Diokletian, der letzte Christenverfolger, und Konstantin, der Begründer des christlichen römischen Staates, sind seit langem Gegenstand intensiver althistorischer Forschung. Ihre politischen und religiösen Ziele werden immer wieder neu interpretiert, was zu Kontroversen führt. Der Band zeigt, wie weit die Forschung von einvernehmlichen Ergebnissen entfernt ist, und eröffnet Perspektiven für die zukünftige Forschung. Die Krisenzeit des späten 3. und frühen 4. Jahrhunderts n. Chr. ist entscheidend für die Geschichte des Römischen Reiches, wobei Diokletian und Konstantin eine besondere Rolle spielen. Konstantins prochristliche Religionspolitik steht in klarem Gegensatz zur seines Vorgängers. Die politischen und persönlich-religiösen Motive, die die beiden Kaiser zum Handeln bewegten, sowie die Auswirkungen ihrer Maßnahmen auf Staat und Gesellschaft sind umstritten. Der Band zielt darauf ab, auf verschiedenen Forschungsfeldern zur Spätantike Bilanz zu ziehen, kritisch mit den bisherigen Ansätzen umzugehen und neue Perspektiven zu entwickeln. Die zwölf Beiträge behandeln zentrale Aspekte der Religions- und politischen Geschichte, basierend auf literarischen, epigraphischen und numismatischen Quellen. Im Fokus stehen die Tetrarchie unter Diokletian, Konstantins Religionspolitik und die Folgen der "konstantinischen Wende" für die Spätantike bis zu Kaiser Justinian.
Mark Aurel
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Marcus Aurelius, one of the best-known of the Roman emperors (161&180 CE), has often been called a ? philosopher-emperor=. That description is limited to his private life, including his family. But his public role had a different focus, directed towards the legal system, on the one hand, and on the other to the need to fend off widespread attacks by Germanic and Sarmatian peoples on the Danube border that were seriously threatening the Roman Empire. The Emperor=s philosophical work, the Meditations, undoubtedly has a place in world literature, but it has not been systematically examined. It is therefore appropriate to measure the emperor=s historical significance in terms of his political achievements, rather than on the basis of his philosophical thoughts, influenced by Stoicism. This volume attempts to clarify this approach.