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Friedrich Wolfzettel

    1 januari 1941
    Ästhetische Grundbegriffe: Historisches Wörterbuch in sieben Bänden - 6: Ästhetische Grundbegriffe
    Einführung in die französische Literaturgeschichtsschreibung
    Französische Literatur
    Gerbert de Montreuil: Le Roman de la Violette ou de Gérard de Nevers
    • Der zwischen 1227 und 1231 entstandene Roman de la Violette erzahlt die Geschichte des jungen Grafen Gerard de Nevers, der seine Herrschaft aufs Spiel setzt, als er auf die Treue seiner Geliebten Euriaut wettet. Durch Verrat entdeckt sein Rivale Lisiart auf dem Korper des Madchens ein veilchenformiges Muttermal, von dem niemand weiss. Gerard verstosst daraufhin Euriaut, und die beiden Liebenden mussen im Folgenden eine Reihe gefahrlicher Abenteuer bestehen. Gerbert de Montreuil entfaltet diese Handlung mit grosser literarischer Kunst und Fabulierlust. In die Fiktion mischen sich Anspielungen auf die zeitgenossische Wirklichkeit; Wunderbares steht gleichberechtigt neben realen Orten, Personen und Geschehnissen. Und immer wieder singen die Figuren beliebte Refrains sowie Lieder der Trouveres und Troubadours, die in ganzen Strophen zitiert werden. Das Geschehen erhalt auf diese Weise eine eigene, unverwechselbare "Tonspur". Erstmals wird der Veilchenroman in einer deutschen Ubersetzung und mit einem Kommentar vorgelegt, der die literarischen und historischen Anspielungen aufschlusselt. Der altfranzosische Text folgt der massgeblichen Ausgabe von Douglas Labaree Buffum von 1928.

      Gerbert de Montreuil: Le Roman de la Violette ou de Gérard de Nevers
    • Im Einzelnen zeichnen sich die Beitrage durch historische Differenziertheit und reichen Detailkenntnis aus. Indem Ursprunge, Bruche, Umbesetzungen oder Verschiebungen wie auch der internationale Transfer der Begriffe deutlich gemacht wird, entstehen gleichsam geschichtliche Landkarten mit diskontinuierlichen und sich verzweigenden Wegen, die das labyrinthische Schicksal asthetischer Terminologien mit wichtigen Orientierungsmarken versehen. (...) Ein seit langem bestehendes Desiderat wird (damit) erfullt. Ein modernes historisches Worterbuch der Asthetik, Kunst- Kultur- und Medienwissenschaft existiert nicht, zumal sich die Asthetischen Grundbegriffe ausdrucklich als "inter- und transdisziplinar angelegtes Nachschlagewerk nicht nur an "Lehrende und Studierende aller Asthetischen Disziplinen," sondern auch an eine interessierte Offentlichkeit" wenden. (...) Verfolgt wird kein neutraler enzyklopadischer Anspruch, vielmehr versteht sich das Worterbuch als historische Orientierung im Zeitalter begrifflicher Diversifizierung, als handhabbares Kommunikations- und Arbeitsinstrument, das die Faden seiner Darstellung regelmaig bei zeitgenossischen Debatten und Forschungsdiskussionen aufnimmt, um von dort her Aufgang und Untergang der betreffenden Begrifflichkeiten nachzuzeichnen. Dieter Mersch, Darmstadt Deutsche Zeitschrift fur Philosophie

      Ästhetische Grundbegriffe: Historisches Wörterbuch in sieben Bänden - 6: Ästhetische Grundbegriffe