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Michael Guttenbrunner

    7 september 1919 – 13 mei 2004
    Michael Guttenbrunner über Bildende Kunst und Architektur
    Schwarze Ruten
    Im Machtgehege II
    Im Machtgehege
    Im Machtgehege III.
    Lichtvergeudung
    • Diese Publikation widmet sich einem Ausschnitt aus dem schriftstellerischen Nachlass von Michael Guttenbrunner, der sich im Besondern auf Architektur und bildende Kunst bezieht. Es ist vor allem eine höchst reichhaltige Korrespondenz, die in Auszügen hier vorgestellt wird, aber auch unveröffentlichte Texte, Essays und Polemiken. Manches befasst sich mit alltäglichen Dingen, mit dem kranken Hund, oder wer von der Familie gerade auf der Fahrt nach Saas Fee ist oder von dort zurückkommt. Dazwischen aber finden sich Abschnitte von höchster literarischer und gedanklicher Tiefe, die zeigen, wie auch Guttenbrunners Alltag geprägt war von der Beschäftigung mit künstlerischen Phänomenen und Problemen. Sie beweisen seine stete Suche nach geistiger Nahrung und Wahrheit im künstlerischen Tun. Das Buch enthält neben den Texten Michael Guttenbrunners auch zahlreiche Abbildungen von Werken seiner engsten Künstlerfreunde: Joannis Avramidis, Eduard Bäumer, Wander Bertoni, Herbert Boeckl, Arnold Clementschitsch, Friedrich Kurrent, Maria Lassnig, Franz Xaver Ölzant, Arnulf Rainer, Elisabeth von Guttenberg-Sterneck, Fritz Wotruba und anderen.

      Michael Guttenbrunner über Bildende Kunst und Architektur
    • Im Machtgehege

      Werkausgabe 1 edition pen Bd. 40

      • 400bladzijden
      • 14 uur lezen

      Zum ersten Mal sind alle Bände „Im Machtgehege“ in einer vollständigen Ausgabe erhältlich, die den Auftakt einer Werkausgabe bildet und Michael Guttenbrunners Texte übersichtlich zugänglich macht. Das komplexe Prosa-Werk, dessen erster Band 1976 erschien und das bis zu Guttenbrunners Tod 1994 auf acht Bände anwuchs, stellt den zentralen Arbeitsschwerpunkt des Autors dar. Guttenbrunner entwickelte sich mit diesem vielschichtigen Werk zu einem bedeutenden literarischen Chronisten der Zeitgeschichte, indem er präzise zwischen Verantwortung und Mitläufertum sowie Widerstand und Fügung unterschied. Seine Prosastücke, oft nur etwas länger als eine halbe Seite, sind „in der Sprache gehauen und gestochen“. Anbiederung war ihm fremd, was ihm viele Gegner einbrachte. Der Schlüsselbegriff für die Prosaminiaturen ist das „Machtgehege“, in dem Menschen festgehalten werden. Guttenbrunner thematisierte zeitlebens die politische, religiöse und ideologische Unmündigkeit des Menschen und wies unermüdlich auf das Gestrüpp hin, in das sich Individuen leicht verstricken. Diese Hinweise schaffen eine Atmosphäre, die an die Klarheit und Prägnanz der Lyrik erinnert. In einer Zeit, in der Unklarheit vorherrscht, werden seine Texte, geschult an der Brillanz von Karl Kraus und dem Witz von Johann Nestroy, zu Wegweisern der Lauterkeit.

      Im Machtgehege